Trotz Baukosten von fast einer Milliarde Euro hält das Bundeskanzleramt an klassischen Einzelbüros fest. Das geht aus einem Bericht des Bundesrechnungshofs hervor, der dem Haushaltsausschuss des Bundestages übermittelt worde.n ist Darin heisst es, die Ablehnung von Desksharing und flexiblen Strukturen sei nicht überzeugend, berichtet die Berliner Zeitung.
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Laut dem Bericht entsteht durch den Erweiterungsbau Platz für rund 590 neue Arbeitsplätze. Der Rechnungshof betont, dass auch das Kanzleramt verpflichtet sei, seine Flächen effizient zu nutzen. Mit zunehmender Digitalisierung – Stichwort E-Akten – sei das technisch problemlos möglich. Trotzdem argumentiert das Kanzleramt mit «spezifischen Arbeitsabläufen» und verweist auf die Notwendigkeit ständiger Präsenz.
Die ursprünglich geplanten Baukosten von 637 Millionen Euro wurden bereits 2023 auf 777 Millionen nach oben korrigiert. Inzwischen rechnen die Prüfer mit Gesamtkosten von knapp einer Milliarde Euro – bei Fertigstellung 2027.
Wie es anders gehen kann, zeigt das benachbarte Schloss Bellevue: Dort verzichtet das Bundespräsidialamt bei seinem Umbau auf neue feste Arbeitsplätze. Die Nutzung wird flexibel geplant – mit Blick auf Homeoffice und moderne Arbeitsmodelle.