EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas hat Kritik an einem unzureichenden Engagement Europas im Iran-Krieg zurückgewiesen und als «unfair» bezeichnet. Dies sagte sie dem Sender CNN bei einem Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
«Natürlich können wir alle mehr tun», erklärte Kallas. Zugleich verwies sie auf eigene Sicherheitsprobleme Europas. «Seit vier Jahren tobt der Krieg Russlands gegen die Ukraine. Wir haben nicht wirklich gesehen, dass die Golfstaaten uns dort helfen.» Es könne «keine Einbahnstrasse sein», «dass es nur in diese Richtung geht und es dann keine Reaktion gibt».
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Kallas betonte, Europa habe die aktuelle Lage im Nahen Osten nicht verursacht, engagiere sich aber umfassend in der Region. Dazu zählte sie unter anderem einen Marineeinsatz zur Sicherung des Roten Meeres, Unterstützung für die libanesischen Streitkräfte im Kampf gegen Hisbollah und Hamas sowie Hilfe für die Palästinensische Autonomiebehörde.
Zudem verwies die EU-Chefdiplomatin auf die Unterstützung Europas für eine Zwei-Staaten-Lösung und auf Beiträge im Bereich der Luftabwehr. Europa leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Region.