Das Southern Poverty Law Center (SPLC) galt lange Zeit als unantastbare Instanz im Kampf gegen den Hass in den USA. Die Bürgerrechtsorganisation wurde 1971 gegründet mit dem Ziel, Rassismus zu bekämpfen und Hassgruppen zu enttarnen.
Das US-Justizministeriums (DOJ) hat nun eine Untersuchung gegen das SLPC eröffnet. Diesem wird systematische Täuschung vorgeworfen. Zwischen 2014 und 2023 soll die Organisation heimlich über drei Millionen Dollar an Spendengeldern zweckentfremdet haben.
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Anstatt Extremismus zu bekämpfen, flossen die Gelder laut DOJ an genau jene Gruppen, vor denen die Organisation öffentlich warnte, darunter der Ku-Klux-Klan, die American Nazi Party, die National Alliance und das National Socialist Movement. Um diese Zahlungen zu verbergen, nutzte die Organisation offenbar Bankkonten unter fiktiven Identitäten.
Besonders brisant ist die Rolle des SPLC bei der berüchtigten «Unite the Right»-Kundgebung 2017 in Charlottesville. Laut Anklage war ein Informant des SPLC Mitglied der Online-Führungsgruppe, die den Anlass plante. Unter Aufsicht der Organisation soll er rassistische Beiträge verfasst und die Logistik für die Veranstaltung koordiniert haben.
FBI-Direktor Kash Patel findet deutliche Worte für das Gebaren der NGO: Das SPLC habe seine Spender belogen und jene Extremistenführer bezahlt, deren Zerschlagung es versprochen hatte und damit Bundesstraftaten unterstützt. Der amtierende Justizminister Todd Blanche wirft der Gruppe vor, «Rassismus zu erfinden», um die eigene Existenzberechtigung und Bereicherung zu rechtfertigen.
Sollten die Ermittlungen ein Verschulden zeigen, steht die moralische Autorität einer der einflussreichsten Bürgerrechtsorganisationen der USA vor dem Ruin.