Die Europäische Kommission hat Bulgarien grünes Licht für die Einführung der Gemeinschaftswährung gegeben. Wie Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, wird das osteuropäische Land im kommenden Jahr seinen «rechtmässigen Platz bei der Gestaltung der zentralen Entscheidungen des Euro-Raums einnehmen». Damit wird Bulgarien mit 6,4 Millionen Einwohnern, zum 1. Januar 2026 das 21. Mitglied der Euro-Zone.
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Die Europäische Zentralbank (EZB) attestierte dem Land eine ausreichende wirtschaftliche Vorbereitung. EZB-Chefökonom Philip Lane lobte den «gewaltigen Einsatz» der Regierung in Sofia, die dafür notwendigen Reformen umzusetzen. Lange Zeit war Bulgarien an der hohen Inflation im Land gescheitert. Nun liegt die Teuerung mit 2,7 Prozent unter dem festgelegten Schwellenwert. Eine «nachhaltige Preisstabilität» zählt zu den Kernvoraussetzungen für die Euro-Einführung.
Weitere Kriterien sind ein tragfähiger Staatshaushalt und ein stabiler Wechselkurs. Die bulgarische Landeswährung Lew ist bereits seit 2020 an den Euro gekoppelt. Bulgarien bleibt jedoch das ärmste Land innerhalb der Euro-Zone.
Die endgültige Zustimmung durch die EU-Finanzminister steht noch aus und wird im Juli erwartet.