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Jede Stunde verschwindet in der Schweiz ein Quadrat von 45 mal 45 Meter Grünfläche. Diese Versiegelung des Bodens ist ökologisch problematisch

Wie das Portal Facts 4 Future festhält, herrscht im Kanton Zürich Wohnungsnot, obwohl es dort seit 2012 fast 14 Prozent mehr Wohnungen gibt. Die genauen Zahlen werden wie folgt angegeben: 2012 zählte man auf Kantonsgebiet noch 693.922 Wohnungen, 2023 waren es 787.488. Dies entspricht einer Zunahme von fast 94.000 Wohnungen allein im Lauf der letzten paar Jahre.

© KEYSTONE / MICHAEL BUHOLZER
Personen schlafen auf Decken im Schatten von Baeumen in der Zuercher Baeckerlange, am Donnerstag, 3
© KEYSTONE / MICHAEL BUHOLZER

Ein Ende ist dabei nicht abzusehen, denn der Zürcher Regierungsrat rechnet mit 450.000 zusätzlichen Menschen bis zum Jahr 2050. Was heisst: Es ist innert recht kurzer Frist mit einem Zustrom einer Menschenmasse zu rechnen, welche die Stadt Zürich übertrifft. Wie ein heute schon intensiv besiedelter Kanton aussieht, wenn Wohnungen in der Grösse der Stadt Zürich dazukommen, mag man sich kaum vorstellen.

Die politische Linke behauptet oft, die massive Bautätigkeit hänge vor allem damit zusammen, dass die Flächenansprüche der Einzelnen immer grösser würden. Doch stimmt das wirklich? In Wahrheit sind die Platzansprüche in der Schweiz pro Kopf seit dem Jahr 2000 lediglich von 44 auf 46,6 Quadratmeter angestiegen.

Im gleichen Zeitraum ist die hiesige Bevölkerung aber um 1,5 Millionen angestiegen. 79 Prozent des Platzanspruchs betrifft das Bevölkerungswachstum, das ja so gut wie einzig auf der Zuwanderung beruht, weil die indigene Schweizer Bevölkerung bekanntlich nicht wächst. Vier von fünf Wohnungen, die seither gebaut worden sind, betreffen dieses Bevölkerungswachstum.

Was heisst dieses Wohnungswachstum für den Verlust an Grünfläche beziehungsweise an zusätzlicher Bodenversiegelung? Durch Gebäude, Strassen und andere bauliche Massnahmen verliert der Boden seine Durchlässigkeit für Luft und büsst seine ökologische Funktion als Lebensraum ein. Auch Nahrungsquellen für Mensch und Tier entfallen. Auch hier hat Facts 4 Future genau gerechnet: Zwischen 1997 und 2018 nahm die versiegelte Fläche von 1721,3 Quadratkilometern auf 2081,4 Quadratkilometer zu.

Allein von 2009 bis 2018 verschwanden rund 158,9 Quadratkilometer Grünfläche. Das entspricht einer Versiegelung von 2014 Quadratmetern pro Stunde – etwa der Fläche eines 45 mal 45 Meter grossen Quadrats.

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