Ein 31-jähriger Mann marokkanischer Abstammung ist am Samstag im Zentrum der norditalienischen Stadt Modena mit einem Auto in eine Menschenmenge gerast und hat dabei acht Personen verletzt, vier davon schwer. Zwei Opfer schwebten nach Angaben der Behörden in Lebensgefahr. Bürgermeister Massimo Mezzetti bestätigte, dass sich die Tat am Samstagnachmittag im Stadtzentrum ereignet habe.
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Der Fahrer steuerte einen Citroën laut Zeugen mit hoher Geschwindigkeit – italienische Medien berichteten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde – in eine Gruppe von Passanten. Der Wagen kam erst zum Stillstand, nachdem er in die Front eines Geschäfts geprallt war. Eine Frau wurde dabei gegen eine Schaufensterscheibe gedrückt und verlor beide Beine. Unter den Verletzten befindet sich auch eine deutsche Staatsbürgerin.
Nach dem Aufprall versuchte der Täter zu fliehen. Dabei bedrohte er einen Passanten, der ihn stoppen wollte, mit einem Messer. Kurz darauf wurde der Mann von der Polizei festgenommen. Die Behörden identifizierten ihn als in Bologna geborenen Italiener marokkanischer Herkunft, der in Modena aufgewachsen ist.
Nach Angaben der Ermittler war der Mann den Behörden bereits bekannt. 2022 sei er wegen einer diagnostizierten psychischen Störung in einer Fachklinik behandelt worden. Vorstrafen habe er jedoch keine. Laut Medienberichten verfügt er über einen Hochschulabschluss in Wirtschaftswissenschaften.
Die Hintergründe der Tat sind weiterhin unklar. Die Behörden wollten am Samstagabend noch nicht von einem Anschlag sprechen. Zeugen beschrieben den Zustand des Mannes nach seiner Festnahme als verwirrt. Hinweise auf Drogenkonsum gebe es bisher nicht, teilten die Ermittler mit.