Die israelische Armee hat erstmals seit zwei Jahrzehnten Panzer in das besetzte Westjordanland verlegt. Dies berichtet der US-Sender CNN. Der Einsatz erfolgte in Jenin, einer Hochburg militanter Gruppen, in der Israel seine Militäroperationen zuletzt verstärkt hat.
Nach Angaben des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz soll die Armee für mindestens ein Jahr in den geräumten Gebieten bleiben und eine Rückkehr der vertriebenen Palästinenser verhindern. Die Vereinten Nationen sprechen von über 40.000 Menschen, die ihre Heimat hätten verlassen müssen.
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Die Truppenverschiebung geschieht vor dem Hintergrund eines Waffenstillstands im Gazastreifen, während die Gewalt im Westjordanland zunimmt. Seit dem Massaker der Hamas am 7. Oktober hat Israel verstärkt Luftangriffe in der Region geflogen – eine Strategie, die früher kaum angewendet wurde.
Internationale Kritik an der israelischen Vorgehensweise wächst. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz äusserte sich «tief besorgt» über die humanitären Folgen der Militäraktionen. Die Lage könnte auch diplomatische Folgen haben, da US-Präsident Donald Trump eine mögliche Annexion israelischer Siedlungen im Westjordanland in Aussicht gestellt hat.
Die israelische Regierung bleibt bei ihrer Begründung, es gehe um die Zerschlagung terroristischer Strukturen. Laut der israelischen Zeitung Haaretz ist das Land allerdings bereits dabei, im Westjordanland umzusetzen, was es in Gaza angedroht hat.