Die irische Polizei hat gemeinsam mit Armee-Einheiten eine Blockade an der einzigen Ölraffinerie des Landes in Whitegate im County Cork aufgelöst. Laut Medienberichten setzten Einsatzkräfte Pfefferspray ein und räumten mit schwerem Gerät Strassen, die von protestierenden Lastwagenfahrern und Bauern blockiert worden waren.
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Die Demonstranten hatten seit Mittwoch die Zufahrt zur Raffinerie versperrt und so die Versorgung mit Benzin und Diesel behindert. Hintergrund sind steigende Treibstoffpreise; die Protestierenden fordern deutliche Steuersenkungen, da Abgaben mehr als 60 Prozent des Endpreises ausmachen. Infolge der Blockade waren landesweit rund 600 von 1500 Tankstellen ohne Treibstoff.
Die Regierung hatte zuvor militärische Unterstützung für die Polizei angeordnet. Staatsminister Thomas Byrne sagte: «Wenn die Ölraffinerie in Whitegate nicht wieder geöffnet wird, wird dieses Land stillstehen. Es ist eine Frage der nationalen Sicherheit.»
Auch in Dublin und an wichtigen Verkehrsknotenpunkten dauern Proteste an. Besonders betroffen ist die O’Connell Street, wo zahlreiche Fahrzeuge den Verkehr behindern. Zudem blockieren Demonstranten wichtige Häfen wie Galway und Foynes, wodurch Tanker an der Entladung gehindert werden. Ein Schiff mit Millionen Litern Treibstoff wartet bereits vor der Küste.
Die Behörden meldeten keine schweren Verletzungen bei dem Einsatz in Whitegate. Die Protestbewegung kündigte jedoch an, ihre Aktionen auszuweiten und weitere Demonstrationen im ganzen Land zu organisieren.