Die wichtigsten Unterhändler des Iran sind zu neuen Gesprächen nach Katar gereist, um mit Vermittlern eine Verlängerung der fragilen Waffenruhe mit den USA auszuhandeln und die Wiederöffnung der Strasse von Hormus vorzubereiten. Das berichtet die Financial Times. Demnach trafen Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf und Aussenminister Abbas Araghtschi am Montag in Doha ein. Auch Irans Zentralbankchef Abdolnaser Hemmati reiste nach Katar, um über die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögen zu sprechen.
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Im Zentrum der Verhandlungen steht laut Bericht eine 60-tägige Verlängerung der Feuerpause zwischen Teheran und Washington. Vermittler aus Katar und Pakistan versuchen offenbar, die letzten offenen Punkte eines Abkommens zu klären. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim bestätigte die Reise der Delegation nach Doha. Gleichzeitig warf Teherans Aussenministerium den USA vor, ihre Positionen mehrfach geändert und damit die Gespräche verzögert zu haben. Dennoch seien bei vielen Streitpunkten Fortschritte erzielt worden.
US-Präsident Donald Trump erklärte auf seiner Plattform Truth Social, die Verhandlungen mit dem Iran verliefen «gut». Entweder gebe es «einen grossartigen Deal für alle», oder die Kämpfe würden mit noch grösserer Härte wieder aufgenommen. Trump hatte bereits zuvor erklärt, die «letzten Details» einer Vereinbarung würden derzeit besprochen. Später relativierte er jedoch die Erwartungen an eine schnelle Einigung und sagte, die Unterhändler sollten sich Zeit lassen.
Ein zentrales Ziel Washingtons bleibt die Wiederöffnung der Strasse von Hormus. Durch die Meerenge läuft normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gastransports. Der Iran soll laut den Gesprächen schrittweise Minen entfernen und die Passage wieder freigeben. Im Gegenzug würden die USA ihre Seeblockade gegen iranische Häfen lockern und schrittweise Sanktionen abbauen. Zudem sollen Gespräche über das iranische Atomprogramm beginnen.