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Iran-Krieg: Donald Trump am Scheideweg?

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Iran-Krieg: Donald Trump am Scheideweg?
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Präsident der Vereinigten Staaten Donald Trump steht nach Angaben aus seinem Umfeld vor einer unmittelbaren Richtungsentscheidung im Konflikt mit dem Iran: Entweder lässt er einen vorbereiteten Schlag gegen zentrale Infrastrukturziele anlaufen, oder er verschafft den laufenden Gesprächen in letzter Minute erneut Zeit. Das berichtet das Portal Axios der Vereinigten Staaten unter Berufung auf sechs Beamte und andere direkt informierte Quellen sowie auf Trumps eigene Aussagen an einer Pressekonferenz.

Julia Demaree Nikhinson/AP/Keystone
Donald Trump spricht mit Reportern im Weissen Haus
Julia Demaree Nikhinson/AP/Keystone

Demnach liegt ein Plan für eine breit angelegte amerikanisch-israelische Bombenkampagne gegen iranische Energieanlagen und weitere Infrastruktur bereit. Im Raum stehen laut Bericht Angriffe auf Brücken und Kraftwerke. Trump selbst zeichnete dazu ein drastisches Szenario. «Das ganze Land könnte in einer Nacht ausgeschaltet werden, und das könnte schon morgen Nacht sein», sagte er. Gleichzeitig betonte er, die Verhandlungen verliefen «gut» und auf der Gegenseite gebe es einen «aktiven, willigen Verhandlungspartner», der «in gutem Glauben verhandle».

Im Weissen Haus läuft laut Axios ein Machtkampf auf Zeit. Trumps Verhandlungsteam mit Vizepräsident J. D. Vance, Steve Witkoff und Jared Kushner drängt demnach darauf, die Gespräche wenn möglich fortzusetzen. Auf der anderen Seite mahnen Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, die Führungen Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate sowie republikanische Verbündete wie Senator Lindsey Graham Härte an. Sie wollen einem Waffenstillstand nur zustimmen, wenn Teheran weitreichende Zugeständnisse macht, etwa bei der Strasse von Hormus oder beim hochangereicherten Uran.

Vermittler aus Pakistan, Ägypten und der Türkei versuchen laut dem Bericht, einen Deal oder wenigstens eine Fristverlängerung zustande zu bringen. Der Iran habe am Montag eine Zehn-Punkte-Antwort vorgelegt, die aus Sicht eines Beamten der Vereinigten Staaten «maximalistisch» ausgefallen sei, im Weissen Haus aber eher als Verhandlungstaktik denn als Absage gewertet werde.

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