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Iran-Konflikt: Teheran droht mit nächstem Schritt Richtung Atombombe

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Iran droht im Fall neuer Angriffe mit einem weiteren Ausbau seines Atomprogramms. Das erklärte der iranische Parlamentsabgeordnete Ebrahim Resaei, Sprecher des Ausschusses für nationale Sicherheit und Aussenpolitik, auf der Plattform X. Man werde prüfen, Uran auf einen Reinheitsgrad von 90 Prozent anzureichern – ein Niveau, das für den Bau von Atomwaffen verwendet werden kann.

Vantor/AFP/Keystone
Satellitenbild der iranischen Atomanlage Isfahan (Symbolbild)
Vantor/AFP/Keystone

Die Aussage verschärft den Ton zwischen Teheran und Washington knapp fünf Wochen nach Beginn der Waffenruhe im jüngsten Konflikt zwischen Iran, Israel und den USA. Die Vereinigten Staaten und Israel hatten Iran Ende Februar mit dem erklärten Ziel angegriffen, das iranische Atomprogramm zu stoppen. Seither laufen indirekte Verhandlungen über Bedingungen für eine dauerhafte Feuerpause.

US-Präsident Donald Trump erklärte zuletzt, die Waffenruhe stehe «kurz vor ihrem Ende». Auslöser sei ein iranischer Vorschlag zur Beendigung des Krieges, den Trump als «dämlich» bezeichnete. Iran weist amerikanische Vorwürfe zurück, Zusagen gebrochen zu haben. Laut iranischen Staatsmedien verlangt Teheran unter anderem Entschädigungen für Kriegsschäden, die Aufhebung der Sanktionen sowie die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte. Zudem fordert die Führung die volle Kontrolle über die Strasse von Hormus.

Parallel dazu verdichten sich Hinweise auf eine mögliche militärische Eskalation. CNN berichtete unter Berufung auf US-Regierungskreise, Trump prüfe neue Militärschläge gegen iranische Ziele. Im Pentagon werde ein härteres Vorgehen gefordert, nachdem diplomatische Bemühungen bislang ohne Ergebnis geblieben seien. An einer Sitzung des nationalen Sicherheitsteams im Weissen Haus nahmen unter anderem Vizepräsident J. D. Vance, CIA-Direktor John Ratcliffe, Verteidigungsminister Pete Hegseth und Aussenminister Marco Rubio teil. Konkrete Beschlüsse wurden nicht bekanntgegeben.

Das iranische Atomprogramm sorgt seit Jahren für Spannungen mit dem Westen. Die USA und ihre Verbündeten werfen Teheran vor, sich die technische Fähigkeit zum Bau von Atomwaffen sichern zu wollen. Iran bestreitet dies. Nach westlichen Angaben verfügt das Land bereits über rund 440 Kilogramm Uran mit einem Reinheitsgrad von 60 Prozent. Fachleute halten den Schritt von dort zu waffentauglichem Material für vergleichsweise klein.

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