2002 stellte das Bundesamt für Statistik eine Prognose zur Entwicklung der Bevölkerung in der Schweiz vor. «Nach nicht einmal der Hälfte des Prognosezeitraums haben wir das Diagramm gesprengt», sagt der Polit-Influencer Joung Gustav in seinem neuesten Video.
Inzwischen hätten 40 Prozent der Menschen im Land einen Migrationshintergrund, wobei Personen nicht dazu gezählt werden, bei denen nur ein Elternteil aus dem Ausland stammt. Joung Gustav fragt sich angesichts der Zahlen: «Integrieren wir Migranten oder werden wir in die Migration integriert?»
Jasmin Karim, Weltwoche
Die Konsequenzen sind aus seiner Sicht deutlich. Nach acht Jahren Aufenthalt liege die Sozialhilfequote bei Zugewanderten bei über 57 Prozent, bei Schweizern seien es nicht einmal 2 Prozent. Der Bund sehe Handlungsbedarf, beurteile die Situation aber als «insgesamt erfreulich». Joung Gustavs Fazit sieht anders aus: «Die Integration funktioniert in diesem Bereich nicht.»
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Der Influencer berichtet auch von wiederkehrenden Provokationen durch Migranten, die er im öffentlichen Raum erlebe. Es gebe aber durchaus auch Zuwanderer aus «unproblematischen Herkunftsländern», und genau das spreche für eine Steuerung der Migration.
Das Argument, wonach die Zuwanderung dringend benötigte Fachkräfte ins Land bringe, hält er für nicht schlüssig beziehungsweise unbelegt. Es gebe nicht einmal klare offizielle Zahlen darüber, wie viele der Neuankömmlinge wirklich in Branchen landeten, in denen Mangel herrsche.
Der Bund habe es 2002 nicht einmal ansatzweise geschafft, die Zukunft richtig vorherzusagen, so Joung Gustav. Auch die Konsequenzen bei einem Ja zur Nachhaltigkeits-Initiative seien schwer zu prognostizieren. Es würde mit Sicherheit Herausforderungen mit sich bringen, aber diese hätten wir schon heute ohnehin.
Das Argument, die Schweiz schotte sich bei einem Ja ab, hält er für nicht haltbar. Selbst bei einer entsprechenden Begrenzung der Zuwanderung bliebe das Wachstum in der Schweiz doppelt so hoch wie das durchschnittliche in der EU in den vergangenen Jahren.