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Insa-Umfrage überrascht: SPD könnte laut Wählerpotenzial auf bis zu 35 Prozent wachsen

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Insa-Umfrage überrascht: SPD könnte laut Wählerpotenzial auf bis zu 35 Prozent wachsen
Insa-Umfrage überrascht: SPD könnte laut Wählerpotenzial auf bis zu 35 Prozent wachsen
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Die SPD könnte ihr Wählerpotenzial laut einer neuen Insa-Untersuchung nahezu verdreifachen. Das Meinungsforschungsinstitut kommt zum Schluss, dass neben den aktuell 12 Prozent sicherer SPD-Wähler weitere 23 Prozent der Bundesbürger angeben, sich grundsätzlich eine Stimme für die Sozialdemokraten vorstellen zu können. Insa-Chef Hermann Binkert sagt der Bild-Zeitung: «Die Partei hat das grösste zusätzlich mögliche Potenzial aller Parteien.»

Hannibal Hanschke/DPA/Keystone
Baerbel Bas und Lars Klingbeil an einer SPD-Fraktionssitzung in Berlin
Hannibal Hanschke/DPA/Keystone

Damit käme die SPD theoretisch auf ein Wählerpotenzial von insgesamt 35 Prozent. Zum Vergleich: CDU und CSU erreichen laut derselben Untersuchung aktuell 22 Prozent feste Zustimmung, weitere 15 Prozent können sich eine Wahl der Union vorstellen. Das ergibt ein Gesamtpotenzial von 37 Prozent. Die AfD liegt bei 29 Prozent sicherer Zustimmung und zusätzlichen 7 Prozent möglicher Wähler. Ihr Potenzial gilt damit laut Insa als weitgehend ausgeschöpft.

Für die SPD kommt die Analyse zu einem bemerkenswerten Befund: Das zusätzliche Potenzial stammt vor allem aus dem Lager der politischen Konkurrenz. Neun Prozentpunkte der möglichen Zusatzwähler kommen demnach aus dem Umfeld von CDU und CSU. Weitere sieben Punkte entfallen auf potenzielle frühere oder aktuelle Grünen-Wähler. Je drei Prozentpunkte stammen aus dem Umfeld von AfD und Linkspartei. Auch FDP- und BSW-Wähler ziehen die SPD vereinzelt in Betracht.

Die Zahlen dürften für die SPD-Führung um Bärbel Bas und Lars Klingbeil ein Hoffnungsschimmer sein. Die Partei bewegt sich in den klassischen Wahlumfragen seit Monaten nahe der 10-Prozent-Marke und bleibt deutlich hinter ihrem Bundestagswahlergebnis von 2025 zurück. Innerhalb der Partei wächst deshalb der Druck auf die Führung und auf die strategische Ausrichtung.

Insa-Chef Binkert sieht dennoch ein grundlegendes Problem: «Die Marke SPD wird anerkannt, aber sie zieht nicht.» Die Partei verfüge weiterhin über eine hohe Bekanntheit und grundsätzliches Vertrauen. Es gelinge ihr aber bislang nicht, dieses Potenzial politisch auszuschöpfen oder dauerhaft in Stimmen umzuwandeln.

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