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Insa-Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwartet bald ersten AfD-Ministerpräsidenten in einem Bundesland

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Insa-Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwartet bald ersten AfD-Ministerpräsidenten in einem Bundesland
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Eine deutliche Mehrheit der Deutschen rechnet damit, dass die AfD in absehbarer Zeit erstmals einen Ministerpräsidenten stellen wird. Das geht aus einer Insa-Umfrage im Auftrag der Bild-Zeitung hervor. Demnach erwarten 69 Prozent der Befragten, dass die Partei nach den kommenden Landtagswahlen in mindestens einem Bundesland den Regierungschef stellen könnte. 41 Prozent halten dies in einem Bundesland für wahrscheinlich, weitere 28 Prozent sogar in mehreren Ländern.

Christoph Soeder/DPA/Keystone
AfD-Parteitag mit Abstimmung über das Wahlprogramm (Symbolbild)
Christoph Soeder/DPA/Keystone

Hintergrund der Befragung sind die Landtagswahlen im September in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Besonders in Sachsen-Anhalt liegt die AfD laut gegenwärtigen Umfragen in Schlagdistanz zur absoluten Mehrheit. Damit wächst der Druck auf die etablierten Parteien, Antworten auf die veränderten politischen Kräfteverhältnisse zu finden.

Gleichzeitig zeigt die Erhebung, dass die sogenannte Brandmauer zur AfD in der Bevölkerung umstritten bleibt. Sollte die AfD stärkste Kraft werden, aber keine absolute Mehrheit erreichen, würden 40 Prozent der Befragten ein Bündnis von CDU und Linken einer Zusammenarbeit zwischen CDU und AfD vorziehen. Für eine Kooperation mit der AfD sprechen sich 36 Prozent aus. Auch unter den Anhängern der Union bevorzugt eine relative Mehrheit ein Bündnis mit der Linken. 48 Prozent unterstützen diesen Weg, während 27 Prozent eine Zusammenarbeit mit der AfD befürworten.

Zugleich wächst die Skepsis gegenüber der bisherigen Strategie der politischen Abgrenzung. 45 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die Brandmauer der AfD eher nützt. Nur 30 Prozent glauben, dass die Partei dadurch geschwächt wird. Auch bei der Diskussion über ein mögliches AfD-Verbotsverfahren zeigt sich ein gespaltenes Meinungsbild: 47 Prozent lehnen ein solches Verfahren ab, 38 Prozent unterstützen es. Unter den Unionsanhängern spricht sich allerdings eine knappe Mehrheit dafür aus.

Das Vertrauen in mögliche Regierungsbündnisse bleibt insgesamt begrenzt. 38 Prozent der Befragten trauen keiner der abgefragten Koalitionsoptionen zu, die wichtigsten Probleme des Landes überzeugend zu lösen. Die Umfrage verdeutlicht damit nicht nur die wachsenden Erwartungen an die AfD, sondern auch die anhaltende Verunsicherung vieler Wähler über die künftige politische Ordnung in Deutschland.

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