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Deutschland: Immer mehr junge Menschen wählen rechts, zeigt eine neue Studie

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Deutschland: Immer mehr junge Menschen wählen rechts, zeigt eine neue Studie
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Die politische Stimmung unter jungen Menschen in Deutschland verschiebt sich deutlich nach rechts. Das zeigt die neue Trendstudie «Jugend in Deutschland», über die die Zeitung Die Welt berichtet. Besonders auffällig: Die AfD hat ihren Zuspruch innerhalb eines Jahres beinahe verdoppelt und liegt mit 22 Prozent erstmals an der Spitze der politischen Präferenzen der unter 30-Jährigen.

ANDREAS ARNOLD / KEYSTONE
Protest gegen die Neugründung einer AfD-Jugendorganisation (Symbolbild)
ANDREAS ARNOLD / KEYSTONE

Die Studienautoren führen die Entwicklung auf eine tiefsitzende Verunsicherung der jungen Generation zurück. Inflation, Kriege, Wohnungsnot und wirtschaftliche Unsicherheit prägen laut der Untersuchung den Alltag vieler Befragter. Als grösste Sorgen nannten die Teilnehmer die Teuerung mit 65 Prozent, Kriege in Europa und Nahost mit 60 Prozent sowie steigende Wohnkosten mit 54 Prozent. Besonders stark zugenommen hat die Sorge über eine «Zunahme der Flüchtlingsströme». Dieser Wert stieg seit 2022 von 22 auf 41 Prozent.

Parallel dazu verlieren die Parteien der deutschen Ampelregierung massiv an Zustimmung. Vor allem Grüne und FDP büssen laut der Studie unter jungen Wählern deutlich an Rückhalt ein. Auch die CDU/CSU legt zu und erreicht inzwischen 20 Prozent Zustimmung. Die Forscher sprechen offen von einem «deutlichen Rechtsruck in der jungen Bevölkerung».

Neben politischen Verschiebungen dokumentiert die Studie auch eine angespannte psychische Lage vieler junger Menschen. Stress, Einsamkeit und Angstzustände hätten weiter zugenommen. 11 Prozent der Befragten gaben an, sich wegen psychischer Belastungen zurzeit in Behandlung zu befinden. Zudem berichtete mehr als ein Viertel, wegen Überforderung, mangelnder Motivation oder Erschöpfung nicht zur Schule oder Arbeit gegangen zu sein.

Gleichzeitig widersprechen die Forscher dem verbreiteten Vorwurf, die Generation Z sei grundsätzlich arbeitsunwillig. Eine Mehrheit sehe sich selbst in der Verantwortung für den künftigen Wohlstand Deutschlands. Wichtig seien den jungen Menschen vor allem Arbeitsplatzsicherheit, eine gute Arbeitsatmosphäre und eine ausgewogene Balance zwischen Beruf und Freizeit. Materielle Statussymbole wie Autos oder Immobilien verlieren dagegen an Bedeutung. Intelligenz, beruflicher Erfolg und körperliche Fitness gelten heute als wichtiger.

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