Die USA werfen dem Iran wiederholte Verstösse gegen den Waffenstillstand in der Strasse von Hormus vor und halten ihre Streitkräfte in Bereitschaft. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte an einer Pressekonferenz: «Seit Beginn des Waffenstillstands hat uns der Iran mehr als zehn Mal angegriffen.»
Manuel Balce Ceneta/AP/Keystone
Die Spannungen in der strategisch wichtigen Meerenge nehmen damit erneut zu. Trotz der Zwischenfälle spricht die US-Führung noch nicht von einer Rückkehr zu umfassenden Kampfhandlungen. Gleichzeitig betont das Militär, man sei bereit, bei einem entsprechenden Befehl sofort zu reagieren.
Washington setzt seine Marinepräsenz in der Region fort und eskortiert Handelsschiffe durch die Strasse von Hormus. Ziel sei es, den freien Handel zu sichern. Hegseth machte klar, dass die USA die Operationen selbst führen: «Es gibt nur eine Hand am Steuer und das ist die von Präsident Trump.» Unterstützung durch Verbündete wie Israel bestehe, die strategische Kontrolle liege jedoch in Washington.
Nach Angaben des Generalstabs nutzen iranische Kräfte die Lage gezielt, um Druck auf die globale Lieferkette auszuüben. Wiederholte kleinere Angriffe und Zwischenfälle würden als «Schikanen» eingestuft, lägen aber unterhalb der Schwelle eines offenen Krieges.
Die Lage bleibt angespannt: Tausende Seeleute sitzen weiterhin in der Region fest, während einzelne Tanker nur unter militärischem Schutz die Meerenge passieren können. Gleichzeitig droht Teheran mit weiteren Vergeltungsmassnahmen.