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«Ich denke über niemanden nach»: Trump erklärt Wirtschaftsfolgen des Iran-Kriegs in Interview als nebensächlich

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«Ich denke über niemanden nach»: Trump erklärt Wirtschaftsfolgen des Iran-Kriegs in Interview als nebensächlich
«Ich denke über niemanden nach»: Trump erklärt Wirtschaftsfolgen des Iran-Kriegs in Interview als nebensächlich
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US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass ihn die finanziellen Folgen des Iran-Kriegs für die amerikanische Bevölkerung «nicht einmal im Geringsten» beschäftigten. Trump sagte auf dem Rasen des Weissen Hauses vor seiner Abreise zu einer China-Reise: «Das Einzige, das zählt, wenn ich über den Iran spreche: Sie dürfen keine Atomwaffe haben. Ich denke nicht über die finanzielle Situation der Amerikaner nach. Ich denke über niemanden nach.»

Aaron Schwartz/EPA/Keystone
Donald Trump vor seiner Abreise vom Weissen Haus
Aaron Schwartz/EPA/Keystone

Auf die Nachfrage eines Reporters, ob ihn die wirtschaftlichen Belastungen für die Bürger tatsächlich nicht interessierten, bekräftigte Trump seine Haltung. Selbst Schwankungen an den Börsen seien nebensächlich. «Das mit Abstand Wichtigste ist, dass der Iran keine Atomwaffe haben darf», erklärte der Präsident. Zugleich verwies er darauf, dass sich die amerikanischen Aktienmärkte trotz des Konflikts auf Rekordniveau bewegten.

Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran belastet die amerikanische Wirtschaft inzwischen spürbar. Seit den gemeinsamen Luftschlägen gegen iranische Ziele Ende Februar hat Teheran den Zugang zur Strasse von Hormus blockiert. Durch die Meerenge werden normalerweise rund 20 Prozent der weltweiten Ölversorgung transportiert. Die Folge sind deutlich höhere Energiepreise. Laut Zahlen des US-Automobilklubs AAA, über die NBC News berichtet, stieg der durchschnittliche Benzinpreis zuletzt auf 4,50 Dollar pro Gallone, Diesel kostete 5,64 Dollar.

Die höheren Energiekosten treiben auch die Inflation an. Nach Angaben der US-Statistikbehörde erreichte die Teuerung im April 3,8 Prozent und damit den höchsten Stand seit fast drei Jahren. Mehr als 40 Prozent des monatlichen Preisauftriebs seien auf gestiegene Energiekosten zurückzuführen.

Die Demokraten reagierten umgehend auf Trumps Aussagen. Die Parteisprecherin in Michigan, Leah Leszczynski, erklärte, während viele Amerikaner Mühe hätten, ihre Rechnungen zu bezahlen, sage Trump «den stillen Teil laut». Umfragen zeigen inzwischen wachsende Unzufriedenheit mit der Wirtschaftspolitik des Präsidenten und seinem Umgang mit dem Iran-Konflikt.

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