US-Präsident Donald Trump greift Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni scharf an und stellt das Verhältnis beider Regierungen in Frage. Laut einem Telefoninterview mit der italienischen Zeitung Corriere della Sera sagte Trump: «Sie ist inakzeptabel, weil es ihr egal ist, dass der Iran Atomwaffen hat und Italien in zwei Minuten in die Luft jagen könnte.» Weiter erklärte er: «Ich dachte, sie habe Mut, aber ich habe mich geirrt.» Er sei «schockiert über sie».
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Auslöser sind die verweigerte Unterstützung Italiens im Iran-Krieg sowie Melonis Kritik an Trumps Äusserungen über Papst Leo XIV. Die italienische Regierungschefin hatte zuvor erklärt: «Ich finde die Worte von Präsident Trump über den Heiligen Vater inakzeptabel. Der Papst ist das Oberhaupt der katholischen Kirche, und es ist richtig und normal, dass er den Frieden beschwört und jede Form von Krieg verurteilt.»
Trump verschärfte im Interview auch seine Angriffe auf den Papst und sagte: «Er versteht es nicht und sollte nicht über Krieg sprechen, weil er keine Ahnung hat von dem, was vor sich geht.» Gleichzeitig verwies er auf Gewalt im Iran und behauptete, dort seien im vergangenen Monat 42.000 Demonstranten getötet worden.
Der Konflikt markiert eine Zäsur in einem bislang engen politischen Verhältnis. Meloni galt lange als wichtigste Verbündete Trumps in Europa. Italien stellte sich jedoch wie andere Nato-Staaten gegen ein militärisches Eingreifen im Iran-Krieg und begründete dies damit, dass der Konflikt nicht als Angriff auf ein Nato-Mitglied gewertet werde und damit keine gemeinsame Beistandspflicht auslöse.