Der stellvertretende Hisbollah-Chef Naim Kassim hat die Kampfbereitschaft der schiitischen Miliz im Konflikt mit Israel bekräftigt. «Wir werden uns dem Feind nicht ergeben», sagte Kassim in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache.
«Unsere Entscheidung ist Konfrontation und Widerstand bis an die äussersten Grenzen», erklärte der Hisbollah-Generalsekretär weiter. Israel stelle eine «existenzielle Bedrohung» für die Hisbollah, den Libanon und die gesamte Region dar. «Was Israel getan hat, war keine Reaktion auf einen Raketenbeschuss, sondern vielmehr ein vorsätzlich geplanter Akt der Aggression», sagte Kassim. Die Hisbollah habe die Pflicht, alles zu tun, um den «gefährlichen Kurs fortgesetzter israelischer Aggression» zu stoppen.
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Israel wies die Vorwürfe zurück. Ein Armeesprecher erklärte am Abend, die Hisbollah habe sich für einen Krieg mit Israel entschieden. Der Iran habe die Miliz massiv unter Druck gesetzt, sich in den Konflikt einzuschalten. Die Hisbollah stelle iranische Interessen über das Wohl der libanesischen Zivilbevölkerung.
Das israelische Militär erklärte zudem, seine Angriffe richteten sich gegen Stellungen der Hisbollah, um israelische Zivilisten vor Raketenangriffen zu schützen. Die Armee bemühe sich, Unbeteiligte zu schonen.
Die Hisbollah hatte zuvor Raketen auf Israel abgefeuert. Israel reagierte darauf mit verstärkten Luftangriffen im Libanon. Kassim rief zugleich politische Gegner im Libanon auf, der Miliz nicht «in den Rücken zu fallen» und warf der Regierung Verrat vor.