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«Hängt eure scheiss Deutschland-Flaggen wieder ab»: Bundessprecher der Grünen Jugend nach dem Aus der deutschen Fussball-Nationalmannschaft

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«Hängt eure scheiss Deutschland-Flaggen wieder ab»: Bundessprecher der Grünen Jugend nach dem Aus der deutschen Fussball-Nationalmannschaft
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Äusserungen des Bundessprechers der Grünen Jugend, Luis Bobga, haben nach dem Ausscheiden der deutschen Fussball-Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft eine Debatte ausgelöst. In mehreren Beiträgen auf den Plattformen Threads und Instagram stellte Bobga einen Zusammenhang zwischen Fussball, Deutschlandfahnen und häuslicher Gewalt her und forderte: «So und jetzt hängt eure scheiss Deutschland-Flaggen wieder ab», zitiert ihn die Welt.

MICHAEL MATTHEY / KEYSTONE
Luis Bobga, Bundessprecher der Grünen Jugend
MICHAEL MATTHEY / KEYSTONE

Unmittelbar nach dem WM-Aus schrieb Bobga unter anderem: «Wie viele Männer haben heute Nacht um halb zwei wohl rotzevoll die Wut auf Paraguay an ihren Frauen rausgelassen?» In einem weiteren Beitrag erklärte er: «Du sagst, Elfmeter heisst Nervenkitzel, aber was ist das für deine Nachbarin, wenn Fehlschuss bedeutet, dass ihr Mann sie danach zusammenschlägt?» Zudem äusserte er, er habe sich darüber gefreut, dass Kai Havertz und Nick Woltemade ihre Elfmeter verschossen hätten und nicht Deniz Undav oder Leroy Sané. Über die Äusserungen berichtete zunächst Focus online.

Zur Begründung verwies Bobga auf Studien, wonach während grosser Fussballturniere die Zahl häuslicher Gewalttaten ansteigen könne. Einen konkreten Beleg nannte er in seinen Beiträgen nicht. Tatsächlich haben mehrere wissenschaftliche Untersuchungen in verschiedenen Ländern einen zeitweisen Anstieg entsprechender Fälle im Umfeld bedeutender Fussballspiele festgestellt.

Bereits vor zwei Wochen hatte Bobga mit Aussagen zu Deutschlandfahnen für Aufmerksamkeit gesorgt. Damals erklärte er in einem Instagram-Video, nicht jeder, der Schwarz-Rot-Gold trage, sei politisch rechts. Gleichzeitig verwies er auf Menschen, die Deutschlandfahnen mit rassistischen Anfeindungen oder sexueller Belästigung durch alkoholisierte Männergruppen in Verbindung brächten.

Der Grüne-Jugend-Politiker war bereits Anfang des Jahres in die Schlagzeilen geraten, nachdem er CSU-Chef Markus Söder in den sozialen Medien beleidigt hatte. Für diese Äusserung entschuldigte er sich später öffentlich.

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