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Grossbritannien will Verteidigungsausgaben um 18 Milliarden Pfund erhöhen

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Grossbritannien will Verteidigungsausgaben um 18 Milliarden Pfund erhöhen
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Grossbritannien will seine Verteidigungsausgaben laut einem Bericht von The Times um 18 Milliarden Pfund erhöhen und damit die grösste dauerhafte Aufrüstung seit dem Kalten Krieg einleiten. Die britische Regierung bestätigte gegenüber Reuters, dass ein entsprechender Investitionsplan derzeit fertiggestellt werde und «so bald wie möglich» veröffentlicht werden solle.

NEIL HALL / KEYSTONE
epa12952717 Britain's Prime Minister Keir Starmer departs for the State Opening of Parliament from Downing Street in London, Britain, 13 May 2026. The State Opening of Parliament is a ceremonial event, which formally marks the start of the new parliamentary session and sets out the government's agenda for the coming year. EPA/NEIL HALL
NEIL HALL / KEYSTONE

Premierminister Keir Starmer beendet damit offenbar monatelange interne Streitigkeiten über Umfang und Finanzierung der zusätzlichen Militärausgaben. Das Geld soll laut Regierung vor allem in neue Ausrüstung, moderne Waffensysteme und Technologie fliessen. Gleichzeitig wolle London mit den Investitionen die heimische Industrie stärken und das Wirtschaftswachstum ankurbeln.

Die genaue Finanzierung bleibt allerdings offen. Nach Angaben der Times hält ein Insider die zusätzlichen Ausgaben zwar für «vollständig finanzierbar». Finanzministerin Rachel Reeves hatte jedoch noch im vergangenen Monat Steuererhöhungen oder eine höhere Staatsverschuldung ausdrücklich ausgeschlossen. Damit wächst der Druck auf die Regierung, Einsparungen in anderen Bereichen vorzunehmen oder neue Finanzierungsquellen zu erschliessen.

Starmer hatte bereits angekündigt, die britischen Verteidigungsausgaben in der nächsten Legislaturperiode auf drei Prozent der Wirtschaftsleistung anheben zu wollen. Derzeit liegt Grossbritannien bei rund 2,3 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Die Regierung reagiert damit auf die zunehmend angespannte geopolitische Lage in Europa und im Nahen Osten.

Vor allem der russische Einmarsch in die Ukraine hat in London zu einem Kurswechsel geführt. Hinzu kommen die wachsenden Spannungen im Nahen Osten und die Forderungen der Nato-Partner nach höheren Verteidigungsbudgets. Grossbritannien zählt traditionell zu den militärisch stärksten Staaten Europas, hatte seine Streitkräfte in den vergangenen Jahren jedoch stark verkleinert.

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