Die weltweiten Militärausgaben sind 2025 auf ein neues Rekordniveau gestiegen. Dies geht aus dem Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri hervor. Demnach erhöhten sich die Ausgaben inflationsbereinigt um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erreichten damit im elften Jahr in Folge einen Höchststand.
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Insgesamt gaben Staaten rund 2,89 Billionen US-Dollar für das Militär aus. Innerhalb eines Jahrzehnts entspricht dies laut Sipri einem Anstieg von 41 Prozent. Als Haupttreiber nennt das Institut insbesondere die wachsenden Verteidigungsausgaben in Europa, die 2025 um 14 Prozent zunahmen.
Die USA blieben mit Abstand das Land mit den höchsten Militärausgaben und kamen auf umgerechnet rund 814 Milliarden Euro. Der Zuwachs fiel jedoch geringer aus als im Vorjahr, was Sipri unter anderem auf ausbleibende Hilfen für die Ukraine zurückführt. Gleichzeitig investierten die USA verstärkt in eigene militärische Fähigkeiten.
Deutschland belegte im internationalen Vergleich Rang vier hinter den USA, China und Russland. Die Ausgaben stiegen um rund 32 Prozent auf etwa 114 Milliarden US-Dollar. Damit überschritt Deutschland erstmals seit 1990 das 2-Prozent-Ziel der Nato. Insgesamt erreichten 22 europäische Nato-Staaten diese Marke.
Auch Russland und die Ukraine erhöhten ihre Militärausgaben weiter. In der Ukraine machten diese laut Bericht rund 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Mehr als 60 Prozent der Staatsausgaben flossen demnach in das Militär.
In Asien legten die Verteidigungsausgaben in mehreren Staaten ebenfalls zu, während sie im Nahen Osten insgesamt nur leicht stiegen. Für die kommenden Jahre rechnet Sipri mit einer Fortsetzung des Trends steigender Militärausgaben.