Und sie taten es schon wieder: Nach dem neuerlichen Triumph des Fussballklubs Paris Saint-Germain in der Champions League explodierte in der französischen Hauptstadt die Gewalt. 22.000 Polizisten standen im Einsatz. Manche von ihnen wurden angegriffen. Es brannte auf den Strassen. Läden wurden überfallen und ausgeraubt.
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Die Chaoten, Gewalttäter, Hausfriedensbrecher und Diebe stammten vor allem aus den Banlieues mit ihrem hohen Ausländeranteil. Das Problem sei weitgehend importiert. Der Staat habe es mitverursacht und nicht im Griff, sagt die rechte Opposition um Marine Le Pen und Jordan Bardella vom Rassemblement National.
Jeder Satz davon trifft zu. Niemand kann in der Sache widersprechen. Dennoch reagieren viele Medien und Kommentatoren reflexartig so, wie sie es immer tun, wenn ihnen die Argumente ausgehen: Sie werfen denen, die die Dinge beim Namen nennen, «politische Instrumentalisierung» vor. So sagt es wörtlich zum Beispiel Oliver Meiler, Frankreich-Korrespondent des Schweizer Tages-Anzeigers, ein gegen das Durchdrücken der Realität ideologisch wasserdicht imprägnierter Schönschreiber.
Der Mann formuliert – und vielleicht glaubt er es sogar – allen Ernstes: «Nun, Paris lernt gerade das Feiern. Irgendwann gelingt wohl auch das ohne strafrechtliche Folgen.» Frei nach Shakespeare: Ist es Naivität, so hat es doch Methode.