Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Gespräche mit Russland: Brüssel bringt Angela Merkel und Mario Draghi als mögliche Putin-Vermittler ins Spiel

Anhören ( 1 min )
Gespräche mit Russland: Brüssel bringt Angela Merkel und Mario Draghi als mögliche Putin-Vermittler ins Spiel
Gespräche mit Russland: Brüssel bringt Angela Merkel und Mario Draghi als mögliche Putin-Vermittler ins Spiel
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die EU sieht laut einem Bericht der Financial Times die frühere deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und den ehemaligen EZB-Präsidenten Mario Draghi als mögliche Unterhändler für Gespräche mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin über den Ukraine-Krieg. Die Zeitung beruft sich auf mehrere mit den Gesprächen vertraute Personen.

Roberto Monaldo/EPA/Keystone
Mario Draghi und Angela Merkel im Chigi-Palast in Rom
Roberto Monaldo/EPA/Keystone

Demnach wollen die EU-Aussenminister kommende Woche bei einem Treffen auf Zypern mögliche Kandidaten diskutieren. Hintergrund sei die stockende Dynamik der von den USA geführten Verhandlungen sowie die Sorge in europäischen Hauptstädten, bei einer möglichen Einigung zwischen Washington und Moskau politisch an den Rand gedrängt zu werden. Mehrere Quellen erklärten laut Bericht, die US-Regierung unter Präsident Donald Trump habe signalisiert, sie habe keine Einwände gegen parallele europäische Kontakte zu Putin.

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 hatte Brüssel die offiziellen Kommunikationskanäle nach Moskau weitgehend eingefroren. Nun wächst laut Financial Times innerhalb der EU die Überzeugung, dass Europa bei möglichen Friedensgesprächen eine eigene Stimme brauche. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj habe nach einem Telefonat mit EU-Ratspräsident António Costa erklärt: «Wir stimmen beide darin überein, dass Europa an den Verhandlungen beteiligt sein muss.»

Neben Merkel und Draghi werden laut Bericht auch Finnlands Präsident Alexander Stubb sowie dessen Vorgänger Sauli Niinistö genannt. Draghi gilt in Brüssel als konsensfähiger Technokrat mit internationalem Gewicht. Merkel hingegen bleibt umstritten. Innerhalb der deutschen CDU werde ihre Russland-Politik weiterhin kritisiert. Ein CDU-Abgeordneter bezeichnete die Idee einer Vermittlerrolle laut Bericht als «unsinnig».

Merkel selbst äusserte sich zurückhaltend. Bei einer Konferenz sagte sie, Putin nehme wohl eher aktive Regierungschefs ernst. Gleichzeitig bedauerte sie, dass Europa bisher nicht direkt an den Gesprächen beteiligt sei.

Russland zeigt sich offiziell offen für Kontakte. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte vergangene Woche laut Bericht: «Putin ist nur einen Telefonanruf entfernt.» Moskau verlange jedoch einen europäischen Gesprächspartner, der sich nicht öffentlich feindselig gegenüber Russland geäussert habe.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 02.06.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.