Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Geburtenrückgang in Deutschland: Hohe Kosten und Zukunftsängste bremsen den Kinderwunsch

Anhören ( 1 min )
Geburtenrückgang in Deutschland: Hohe Kosten und Zukunftsängste bremsen den Kinderwunsch
Geburtenrückgang in Deutschland: Hohe Kosten und Zukunftsängste bremsen den Kinderwunsch
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Der Rückgang der Geburtenrate in Deutschland ist laut einer neuen Studie vor allem auf finanzielle Sorgen, Zukunftsängste und als unzureichend empfundene staatliche Rahmenbedingungen zurückzuführen. Zu diesem Ergebnis kommt die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen auf Basis einer repräsentativen Befragung von mehr als 2000 Erwachsenen durch das Meinungsforschungsinstitut GfK.

Christian Beutler/Keystone
Passanten mit Kinderwagen auf einem Fussgaengerstreifen in Bern (Symbolbild)
Christian Beutler/Keystone

Demnach verzichten viele Menschen nicht wegen eines fehlenden Kinderwunsches auf eine Familie. Zwei Drittel der Befragten nennen die hohen Kosten von Kindern als zentralen Grund dafür, dass sich viele gegen Nachwuchs entscheiden. Fast sechs von zehn sehen zudem eine unsichere Zukunft für Kinder als Hindernis. Mehr als die Hälfte kritisiert fehlende staatliche Voraussetzungen für Familien. Ebenfalls häufig genannt werden der Wunsch nach persönlicher Freiheit sowie das Fehlen eines geeigneten Partners.

Die Zahlen spiegeln sich auch in der Geburtenentwicklung wider. Nach Angaben der Stiftung kommen in Deutschland derzeit statistisch 135 Kinder auf 100 Frauen. Vor zehn Jahren lag dieser Wert noch bei 159 Kindern.

Gleichzeitig haben sich die Gründe gegen eine Familiengründung in den vergangenen Jahren deutlich verschoben. Während berufliche Hindernisse an Bedeutung verloren haben, nehmen Zukunftssorgen zu. Die Sorge um die Lebensbedingungen kommender Generationen wird heute deutlich häufiger genannt als noch 2016. Auch die Kritik an staatlichen Rahmenbedingungen hat spürbar zugenommen. Dagegen werden Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Priorisierung der Karriere seltener als Hindernis genannt.

Der wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Ulrich Reinhardt, sieht darin einen grundlegenden Wandel. Heute stünden weniger berufliche Zielkonflikte im Vordergrund als die Frage, ob Kinder künftig in Sicherheit und Wohlstand aufwachsen können. Unterschiede zeigen sich auch zwischen den Geschlechtern: Frauen nennen häufiger das Fehlen eines passenden Partners als Grund gegen Kinder, während Männer öfter berufliche Ambitionen anführen.

Die Studie deutet damit auf ein gesellschaftliches Problem hin, das weit über Fragen der Familienpolitik hinausreicht: Nicht mangelnder Kinderwunsch, sondern zunehmende Unsicherheit bremst die Familiengründung.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 02.06.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.