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Frühfranzösisch? Nein danke! Warum die Schule an der Realität vorbeilehrt

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Frühfranzösisch? Nein danke! Warum die Schule an der Realität vorbeilehrt
Frühfranzösisch? Nein danke! Warum die Schule an der Realität vorbeilehrt
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Ich bin mit Französisch aufgewachsen, mit Tintin, «Les Champs-Élysées» und Belmondo. Eine schöne Sprache, aber im Berufsleben meistens nutzlos. Englisch ist number one. Jedes erfolgreiche Start-up, das mit weltweit verstreuten Freelancern arbeitet, pflegt Englisch als Business-Sprache. In meiner Familie sind die Muttersprachen Französisch, Deutsch, Chinesisch und Tagalog. Wie verständigen wir uns? Auf Englisch.

© KEYSTONE / GAETAN BALLY
Französischbücher im Unterricht an der Kantonsschule Glarus (Symbolbild)
© KEYSTONE / GAETAN BALLY

Wer seine Ferien in fremdsprachigen Ländern verbringt, macht die Erfahrung, dass man sich in Sierra Leone oder Hongkong kaum auf Deutsch, Französisch, Italienisch oder Rätoromanisch unterhalten kann, aber meistens auf Englisch.

Von den über 7000 Sprachen, die weltweit gesprochen werden, ist Englisch, bedingt durch die britische Kolonialgeschichte, number one.

Unsere Alltagssprache, insbesondere die Werbung, ist durchsetzt von englischen Ausdrücken; wir nehmen diese gar nicht mehr als fremdsprachig wahr. Wir hören englische Songs und schauen amerikanische Filme. Englisch ist auch die Sprache der Wissenschaft. Die grösste Ansammlung von Wissen liegt auf Englisch vor.

Jeder kann sich heute autodidaktisch über nationale Sprachgrenzen hinweg weiterbilden, sofern er einen Internetanschluss hat und Englisch spricht. Und motiviert ist! Die Karriereleiter von Jugendlichen schrumpft zur Bockleiter, wenn sie kein Englisch sprechen. Es wäre sinnvoll, wenn in Primarschulen Englisch (und nicht Französisch) als Zweitsprache eingeführt würde. In diesem Alter lernt man Sprachen schnell. Meine siebenjährige Enkelin spricht Englisch, Deutsch und Chinesisch. Niemand hat es ihr beigebracht.

Ärzte in Lausanne und Basel unterhalten sich auf Englisch. Wer Frühfranzösisch (oder überhaupt Französisch als Zweitsprache) durchsetzen will, tut der Jugend nichts Gutes.

Auch im Hinblick auf die zunehmende Zuwanderung aus bildungsschwachen Regionen wäre Englisch als Zweitsprache hilfreich für die Integration der Motivierten.

Mittlerweile verlieren nationale Sprachen ohnehin an Bedeutung. Jede KI kann jede beliebige Sprache in Sekunden übersetzen. Mittlerweile gibt es auch Realtime-Software für das iPhone 17, das in Echtzeit übersetzt. Ich kann mich mit meiner philippinischen Verwandtschaft auf Tagalog unterhalten.

Übersetzerinnen und Übersetzer sollten auf Jobsuche gehen. Es ist von Vorteil, wenn sie Englisch sprechen.

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