Die sogenannten Efta-Staaten – Schweiz, Grossbritannien, Norwegen, Schweden, Österreich, Portugal, Dänemark – und Vietnam haben ein Freihandelsabkommen unterzeichnet, das den gegenseitigen Handel erleichtern und schrittweise Zölle abbauen soll. Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) bezeichnete das am Donnerstag in Reykjavik unterzeichnete Abkommen als «modern und umfassend». Für die Schweiz nahm Bundespräsident und Wirtschaftsminister Guy Parmelin an den ministeriellen Gesprächen teil.
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Das Abkommen regelt neben dem Warenhandel auch den Handel mit Dienstleistungen, Ursprungsregeln, Investitionen, den Schutz geistigen Eigentums, das öffentliche Beschaffungswesen sowie technische Handelshemmnisse und sanitäre Vorschriften. Die Verhandlungen waren nach einem Unterbruch im September 2025 in Genf wieder aufgenommen und in insgesamt fünf Verhandlungsrunden abgeschlossen worden.
Der norwegische Aussenminister Espen Barth Eide, der die Efta-Staaten bei den Verhandlungen vertrat, sprach von einem wichtigen Schritt in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. «In Zeiten globaler Unsicherheit ist es wichtiger denn je, die Beziehungen zu vertrauenswürdigen Handelspartnern zu stärken», erklärte er. Das Abkommen werde Unternehmen auf beiden Seiten neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen.
Auch Vietnam misst dem Vertrag grosse Bedeutung bei. Der stellvertretende Industrie- und Handelsminister Nguyen Sinh Nhat Tan erklärte, das Abkommen verbinde Volkswirtschaften mit sich ergänzenden Stärken. Die Efta-Staaten gehörten weltweit zu den führenden Standorten für Innovation, Technologie und Finanzdienstleistungen, während Vietnam zu den dynamischsten Volkswirtschaften Asiens zähle. Das Abkommen werde zu einem stabilen, transparenten und berechenbaren Handelsumfeld beitragen.