Noch vor wenigen Wochen, an Ostern und auch übers verlängerte 1.-Mai-Wochenende, beklagten fast alle Nachrichtenportale und Medien die endlosen Staus am Gotthard. Kilometerlang und stundenlang stockte der Verkehr – und das trotz schlechter Wetterprognosen.
Was wurde dabei nicht an Vorschlägen aufgeworfen, um die Situation zu verbessern – Öffnung der Gotthardpassstrasse im Winter, teurere Autobahnvignette für Transittouristen oder eine Erweiterung der Kapazität, sobald der neue Strassentunnel fertig gebaut und die alte Röhre saniert ist.
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Das ist alles schön und gut.
Jetzt kann man allerdings lesen, dass bereits im Jahr 2025 – nicht wie geplant erst 2028 – der Betrieb der Rollenden Landstrasse (Rola) wieder eingestellt werden soll. Sie wurde 1968 mit dem Ziel geschaffen, den Schwerverkehr auf die Schiene zu verlagern, damit unsere Alpenregion entlastet, die Umweltbelastung verringert und die Verkehrssicherheit erhöht werden kann. So reisen LKW auf einem speziellen Flachwagen samt Fahrer im Zug und sorgen so für eine Entlastung des Strassennetzes.
Die Rola-Betreiberin – die RAlpin AG – ist jedoch nicht mehr in der Lage, den Bahnverlad von Lastwagen zu bewerkstelligen. Und dies trotz beachtlichen Finanzhilfen des Bundes.
Der Grund: 2024 konnten aufgrund von Baustellen und weiteren Vorkommnissen rund 10 Prozent weniger LKW via Rola befördert werden, was zu einem Verlust von 2,2 Millionen Franken geführt habe, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
Eine Folge dieses Entscheids wird sein, dass spätestens ab 2026 zirka 800 bis 1000 Lastwagen mehr auf der Gotthard-Route unterwegs sein werden, sie werden wohl während der Spitzenzeiten das Chaos entlang dieser Strecke zusätzlich verschärfen.