Eines der grössten Gegenwartsübel in Deutschland ist die Realitätsverweigerung: Man weigert sich, zur Kenntnis zu nehmen, was vor den eigenen Augen ist, stopft sich die Finger in die Ohren, kneift die Augen zu und singt laut la-la-la.
Dieses Übel treibt bizarre Blüten, wie im Heidebad, einem Strandbad an der Saale bei Halle, Sachsen-Anhalt. Dort wird nur noch eingelassen, wer ausreichend Deutsch spricht. Der Betreiber argumentiert, dass man nur so die Baderegeln oder Anweisungen des Bademeisters verstünde.
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Das ist lächerlich, denn jeder weiss, was wirklich gemeint ist. Wie andere Badeanstalten will sich auch das Heidebad vor aggressiven Migranten schützen. Doch diese Wahrheit traut man sich nicht auszusprechen. Deshalb ist man auf den neunmalklugen Trick mit den Deutschkenntnissen verfallen.
Was hier im Kleinen exerziert wird, spiegelt sich im Grossen: Dass die Migration Deutschland massiv verschlechtert hat, verleugnen Politik, Medien, Kirchen und Kulturschaffende. Und eben auch die Betreiber eines kleinen Freibads – weil sie die Reaktion fürchten, falls sie ehrlich wären.
Bleibt noch die Frage, wie man am Eingang das Deutsch prüfen will. Vielleicht so. Ergänzen Sie diesen Satz: «Spräche ich Deutsch, schwimmte/schwömme/schwämme ich hier.»
Aber da würden sicher auch einige Muttersprachler draussen bleiben.