Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Frauen-Trio gegen EU-Verträge: Sara Hürlimann, Phyllis Scholl und Karin Faes kämpfen für eine «selbstbestimmte Schweiz»

Anhören ( 2 min )
Frauen-Trio gegen EU-Verträge: Sara Hürlimann, Phyllis Scholl und Karin Faes kämpfen für eine «selbstbestimmte Schweiz»
Frauen-Trio gegen EU-Verträge: Sara Hürlimann, Phyllis Scholl und Karin Faes kämpfen für eine «selbstbestimmte Schweiz»
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Wann über die EU-Verträge abgestimmt wird, ist noch offen. Klar ist aber, dass der Frontenverlauf bisher eindeutig ist. Auf der einen Seite stehen Linke, Mitte und FDP, die zusammen mit dem Bundesrat, der Verwaltung, den Gewerkschaften, den Wirtschaftsverbänden das Paket mit Brüssel befürworten. Auf der anderen Seite steht die SVP, die sich gegen die institutionelle Einbindung der Schweiz in den Staatenbund wehrt.

Peter Klaunzer/Keystone
Schweizer Flagge und EU-Flagge in Brüssel (Symbolbild)
Peter Klaunzer/Keystone

Nun kommt Bewegung in die Sache. Die drei Frauen Sara Hürlimann, Unternehmerin (Zahnarztzentrum, Kinderarzthaus und andere), Phyllis Scholl, FDP-Gemeindepräsidentin von Kilchberg, und Karin Faes, ehemalige Grossrätin des Kantons Aargau und Präsidentin der FDP-Frauen Aargau, machen in einem neuen Komitee «her Voice» mit einem weiblichen Fokus mobil gegen den Deal.

Die ausgeprägte direkte Demokratie mache die Schweiz weltweit einzigartig, schreiben die drei Persönlichkeiten. Das damit verbundene Mitspracherecht sei ein hohes Gut. «her Voice» gebe Frauen eine Stimme und setze sich dafür ein, dass dieses Recht wahrgenommen werde. «Wir sind nicht ohnmächtig», heisst es weiter. Die EU-Rahmenverträge beträfen nicht nur die Wirtschaft oder die Aussenpolitik und gingen weit über technische Bestimmungen hinaus. «Die EU-Rahmenverträge betreffen zentrale Politikbereiche und greifen tief in soziale, familiäre und kulturelle Bereiche ein – genau dort, wo Frauen und Familien am meisten betroffen sind.» Frauenstimmen würden entscheiden, wie diese Schicksalsabstimmung ausgehe. «Bewahren, was uns stark macht. Nein zu den EU-Verträgen. Frauen für eine selbstbestimmte Schweiz», lautet das Fazit.

Die Wahlschweizerin und gebürtige Schwedin Hürlimann bringt im Gespräch mit der Weltwoche ein weiteres interessantes Argument ins Feld: Die Schweiz habe erst 1971 das Frauenstimmrecht eingeführt. Es sei daher schwer nachvollziehbar, weshalb die Mitsprachemöglichkeiten der Frauen nun wieder eingeschränkt werden sollen.

Das entbehrt tatsächlich nicht einer gewissen Ironie. Weltweit stehen Demokratien unter Druck – und ausgerechnet das Schweizer Establishment will die direkte Demokratie aushöhlen und begrenzen.

Das Trio sucht nun Mitstreiterinnen, die sich ebenfalls engagieren wollen. Insbesondere für die beiden FDP-Politikerinnen wird es sicher kein Spaziergang. Ihre Partei will die Verträge unbedingt – und hat sogar beschlossen, dass die Kantone nichts zu sagen haben sollen. Es wird interessant zu beobachten sein, wie der Freisinn mit diesen beiden Abweichlerinnen umgehen wird.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 02.06.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.