Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den belarussischen Staatschef Alexander Lukaschenko vor einer direkten Beteiligung am russischen Krieg gegen die Ukraine gewarnt. Nach Angaben des Elysée-Palasts hob Macron in einem Telefonat «die Risiken» hervor, die für Belarus entstünden, falls das Land weiter in den russischen Krieg hineingezogen werde. Es war das erste offiziell bestätigte Gespräch zwischen beiden Staatschefs seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022.
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Macron forderte Lukaschenko zudem auf, Schritte zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Belarus und Europa einzuleiten. Aus Minsk hiess es nach dem Gespräch lediglich, man habe über «regionale Themen» sowie die Beziehungen zwischen Belarus und der Europäischen Union gesprochen. Die Initiative für das Telefonat sei von Frankreich ausgegangen.
Hintergrund der neuen Spannungen sind Warnungen aus Kiew vor möglichen militärischen Aktivitäten Russlands über belarussisches Territorium. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte zuletzt, Moskau bereite möglicherweise eine neue Offensive aus Belarus vor. Daraufhin ordnete die ukrainische Führung zusätzliche Sicherheitsmassnahmen entlang der Grenze an.
Der ukrainische Geheimdienst SBU sprach von Sicherheitsvorkehrungen «beispiellosen Ausmasses». Neben der Armee seien Polizei, Nationalgarde und Grenzschutz im Einsatz, um Sabotage, Infiltration und Aufklärungsaktionen zu verhindern. Der Kreml weist Vorwürfe über konkrete Angriffspläne zurück.