Nach auffälligen Drohnensichtungen über dem Werftgelände der Marinesparte von Thyssenkrupp in Kiel sowie weiteren kritischen Infrastrukturen in Schleswig-Holstein ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Innenministerin des Landes, Sabine Sütterlin-Waack (CDU), gab teilweise Entwarnung: Ein Grossteil der gemeldeten Sichtungen sei auf legale Flugobjekte wie Flugzeuge oder Hobbydrohnen zurückzuführen, berichtet die Zeitung Die Welt.
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Dennoch bleiben einige Vorfälle ungeklärt. In mehreren Fällen wurden sogenannte Drohnenverbände beobachtet, darunter eine «Mutterdrohne» mit Begleitflugobjekten. Laut einem internen Vermerk, auf den sich das Nachrichtenmagazin Spiegel beruft, könnten die Formationen gezielt genutzt worden sein, um Anlagen auszumessen – darunter das Universitätsklinikum Kiel, ein Gaskraftwerk und Teile des Nord-Ostsee-Kanals. Auch die Raffinerie in Heide und das Landeshaus Kiel sollen überflogen worden sein.
Die Staatsanwaltschaft Flensburg hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf «sicherheitsgefährdendes Abbilden» eingeleitet. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) warnt vor hybrider Kriegsführung: Es sei klar, dass die Drohnenüberflüge der Destabilisierung und Verunsicherung dienten. Günther fordert eine schnellere Einführung effektiver Drohnenabwehrsysteme.