Finnlands Präsident Alexander Stubb hat direkte Gespräche Europas mit Russland im Ukraine-Krieg gefordert. «Es ist Zeit, Gespräche mit Russland aufzunehmen. Wann es dazu kommen wird, weiss ich nicht», sagte Stubb der italienischen Zeitung Corriere della Sera. Europa müsse sich stärker selbst engagieren, falls die amerikanische Politik gegenüber Russland und der Ukraine nicht den europäischen Interessen entspreche.
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Stubb erklärte, europäische Staats- und Regierungschefs hätten bereits darüber gesprochen, wer den Kontakt zu Moskau herstellen solle. Eine Entscheidung darüber sei jedoch noch nicht gefallen. Wichtig sei vor allem eine enge Abstimmung zwischen Deutschland, Frankreich, Italien, Grossbritannien, Polen sowie den nordischen und baltischen Staaten mit Grenze zu Russland.
«Ob es dann ein Sonderbeauftragter oder eine Gruppe von Staats- und Regierungschefs sein wird, werden wir sehen», sagte der finnische Präsident. Ziel müsse eine koordinierte europäische Haltung sein.
Mit Blick auf den weiteren Verlauf des Krieges nannte Stubb drei mögliche Szenarien: eine Fortsetzung der Kämpfe, eine Waffenruhe mit anschliessender Friedensvereinbarung oder den Zusammenbruch einer der beiden Kriegsparteien. «Ich glaube, dass die Möglichkeit eines Friedens zumindest für dieses Jahr nicht auf dem Tisch liegt», sagte er.