Der Kanton Zug verzeichnet einen verstärkten Zuzug von vermögenden Privatpersonen und Unternehmen aus den Golfstaaten infolge der Spannungen im Nahen Osten. Dies berichtet die Financial Times. Finanzdirektor Heinz Tännler spricht von einer gestiegenen Nachfrage seit Ausbruch des Krieges zwischen Israel und den USA gegen den Iran und sagt: «Wir sehen vermehrte Anfragen.»
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Nach Angaben von Vermögensverwaltern und Bankern suchen insbesondere in Dubai ansässige Fachkräfte aus den Bereichen Rohstoffe und Finanzen nach einem stabilen Standort in Europa. Zug gilt aufgrund seiner Rolle im globalen Rohstoffhandel und seiner steuerlichen Rahmenbedingungen als bevorzugtes Ziel.
Die Nachfrage wirkt sich auch auf den Arbeits- und Immobilienmarkt aus. Ein Banker berichtet von deutlich mehr Bewerbungen aus dem Ausland, während die Nachfrage nach Wohnraum stark gestiegen ist. Wohnungen werden häufig innerhalb weniger Tage vergeben, das Angebot gilt als knapp.
Für Zuziehende bestehen jedoch Hürden. EU-Bürger profitieren zwar von erleichterten Bedingungen, benötigen aber in der Regel einen Arbeitsvertrag oder müssen ein Unternehmen gründen. Für Nicht-EU-Bürger sind Aufenthaltsbewilligungen oft an Investitionen oder spezielle Steuervereinbarungen gebunden.
Neben Zug profitieren auch andere Regionen der Schweiz. So verzeichnet etwa Lugano im Kanton Tessin eine steigende Nachfrage.