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Festnahmen auf hoher See: Israel stoppt Gaza-Flottille mit vier Schweizer Aktivisten an Bord

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Festnahmen auf hoher See: Israel stoppt Gaza-Flottille mit vier Schweizer Aktivisten an Bord
Festnahmen auf hoher See: Israel stoppt Gaza-Flottille mit vier Schweizer Aktivisten an Bord
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Israel hat nach Angaben der Organisatoren eine weitere Gaza-Hilfsflotte im östlichen Mittelmeer gestoppt und dabei auch vier Schweizer Aktivisten festgenommen. Das israelische Aussenministerium bestätigte den Einsatz indirekt mit dem Hinweis, man werde keine Verstösse gegen die Blockade des Gazastreifens zulassen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach laut den Berichten von einem «boshaften Vorhaben».

© KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI
Pro-palästinensische Kundgebung in Genf (Symbolbild)
© KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI

Die Flottille «Global Sumud» war Mitte Mai mit rund fünfzig Schiffen aus der Türkei in Richtung Gazastreifen aufgebrochen. Nach Angaben der Aktivisten befand sich unter den Festgenommenen auch die Lausanner Künstlerin Anne Rochat. Die Organisation warf Israel auf der Plattform X eine «Attacke» auf zivile Hilfsschiffe vor. Israel wiederum verwies seit Beginn des Gaza-Kriegs auf die bestehende Seeblockade und argumentiert, man wolle Waffenlieferungen an die Hamas verhindern.

Das israelische Nachrichtenportal Ynet berichtete, die Marine habe die Kontrolle über die Schiffe übernommen. Aktivisten auf dem Marineschiff sprachen laut den Organisatoren vom Schiff als «schwimmendes Gefängnis». Von dort aus sollen die Festgenommenen in die Hafenstadt Aschdod transportiert werden. In vergleichbaren Fällen wurden internationale Aktivisten später ausgewiesen und in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Einsätze ein. Bereits Ende April hatte Israel eine andere Gaza-Flottille in internationalen Gewässern vor Griechenland gestoppt. Menschenrechtsorganisationen kritisierten die Festnahmen damals als völkerrechtswidrig und erhoben Vorwürfe von Misshandlungen. Die israelischen Behörden wiesen diese Vorwürfe zurück.

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