Eine Razzia gegen eine Fälschergruppierung im Kanton Graubünden führte die Behörden zu Patrick Fischer und seinem gefälschten Covid-Zertifikat. Dies berichtet das Medienportal Klein Report. Die Gruppierung soll während der Covid-Krise Impfungen organisiert und gefälschte Zertifikate verkauft haben. Im Zuge der Ermittlungen tauchte auch der Name des damaligen Schweizer Eishockey-Nationaltrainers auf.
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Da Fischer im Kanton Luzern wohnhaft ist, übergaben die Bündner Behörden den Fall an die Luzerner Staatsanwaltschaft. Diese verurteilte Fischer per Strafbefehl wegen Urkundenfälschung. Dafür wurde er mit einer Busse von 39.000 Franken bestraft.
Der Fall wurde bekannt, nachdem SRF über den Strafbefehl berichtet hatte. In der Folge entstand eine Diskussion über die Herausgabe des Dokuments durch die Luzerner Staatsanwaltschaft, da die gesetzliche Auflagefrist bereits abgelaufen war. Die Behörde erklärte dem Klein Report, Grundlage sei der «Grundsatz der Justizöffentlichkeit». Dieser solle Transparenz schaffen, staatlicher Willkür vorbeugen und das Vertrauen in die Justiz stärken.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft überwog das öffentliche Interesse in diesem Fall das private Interesse Fischers an Geheimhaltung. Entscheidend sei dessen prominente Stellung gewesen – sowohl zum Zeitpunkt der Tat als auch bei der Medienanfrage. Zudem habe die Urkundenfälschung einen direkten Bezug zu seiner Tätigkeit als Nationaltrainer gehabt. Fischer habe vor der Herausgabe des Strafbefehls nicht angehört werden müssen, da er als rechtskräftig verurteilte Person «keinen Anspruch auf rechtliches Gehör» gehabt habe.