Der frühere britische Premierminister Boris Johnson hat ukrainische Truppen in der Region Saporischschja besucht. Das russische Aussenministerium bezeichnete Johnson als «Schurken» und warf ihm vor, zur Eskalation des Konflikts beigetragen zu haben.
Johnson schilderte seinen Besuch in einem Artikel für die Daily Mail und kündigte zudem eine Dokumentation an. Auf veröffentlichten Bildern ist er bereits Ende Februar in der Ukraine zu sehen. In seinem Beitrag kritisiert er die westlichen Staaten und wirft ihnen unzureichende Unterstützung für die Ukraine vor.
Ukrainian 65 Mechanized brigade
Er schreibt: «Willkommen zurück in der sogenannten kill zone, und willkommen zurück in dem Krieg, den der Westen zu vergessen droht.» Weiter erklärt Johnson, es gebe zwar Einigkeit über das Ziel der Unterstützung, doch sei «kein einziger Staats- oder Regierungschef» bereit, genug zu tun.
Die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, reagiert mit Kritik. «Danke an Boris Johnson, der gezeigt hat, wie die Mächte des Bösen aussehen – das hätte niemand besser hinbekommen», sagt sie. Johnson betreibe «PR» auf Kosten von Menschenleben und sei an der «Eskalation des Konflikts» beteiligt gewesen.
Johnson war zu Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 britischer Regierungschef und trat später zurück. Russland wirft ihm seit längerem vor, eine militärische Konfrontation vorangetrieben zu haben.