Bulgarien hat überraschend den 70. Eurovision Song Contest in Wien gewonnen und damit erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs den Titel geholt. Sängerin Dara setzte sich mit ihrem Titel «Bangaranga» sowohl bei den Jurys als auch beim Publikum klar durch und erreichte 516 Punkte. Israel landete mit deutlichem Abstand auf Rang zwei, gefolgt von Rumänien, Australien und Italien.
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Für die deutschsprachigen Länder verlief der Jubiläums-ESC enttäuschend. Deutschland kam mit Sarah Engels und dem Titel «Fire» lediglich auf den 23. Platz von 25 Finalisten und erhielt insgesamt nur zwölf Punkte.
Noch schlechter schnitt Gastgeber Österreich ab: Der Wiener Künstler Cosmo landete mit «Tanzschein» auf dem vorletzten Platz und bekam lediglich sechs Punkte.
Die Schweiz hatte sich nicht für das Finale qualifiziert und spielte im Endklassement damit keine Rolle. Bulgarien war nach dreijähriger Pause zum Wettbewerb zurückgekehrt und gewann nun auf Anhieb den ESC. Sängerin Dara erklärte, das Kunstwort «Bangaranga» stehe für ein Gefühl von Energie und die Überzeugung, dass «alles möglich» sei.
Überschattet wurde der Wettbewerb erneut von politischen Spannungen rund um die Teilnahme Israels. Mehrere Länder boykottierten den ESC aus Protest gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen. In Wien demonstrierten zudem mehrere Hundert propalästinensische Aktivisten gegen die Teilnahme des israelischen Beitrags. Die Proteste blieben laut Polizei weitgehend friedlich, vierzehn Personen wurden festgenommen.