Die EU warnt vor einem möglichen Wiedererstarken des Islamischen Staates und sieht insbesondere ausländische Kämpfer in Syrien als Sicherheitsrisiko. Dies erklärte ein Sprecher der Europäischen Kommission dem Online-Portal Euractiv. «Ausländische terroristische Kämpfer stellen ein grosses Sicherheitsrisiko dar, insbesondere diejenigen, die mit Daesh verbunden sind und sich im Nordosten Syriens aufhalten», sagte er.
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Nach Angaben von EU-Diplomaten hat der IS allein im vergangenen Monat 34 Anschläge in Syrien verübt. Dies sei in einer Arbeitsgruppe zum Thema Terrorismus im diplomatischen Dienst der EU (EAD) besprochen worden. Die Gruppe verfüge weiterhin über operative Fähigkeiten, hiess es. US-Geheimdienste schätzen, dass derzeit zwischen 15’000 und 20’000 Personen mit Verbindungen zum IS in Syrien aktiv sind.
Für zusätzliche Besorgnis sorgt die Flucht zahlreicher Häftlinge aus dem Lager al-Hol im Januar nach dem Abzug kurdischer Kräfte. Zudem wurden rund 7000 mit dem IS verbundene Gefangene, darunter etwa 150 hochrangige Personen, aus Gefängnissen im Nordosten Syriens in den Irak verlegt, wie EU-Diplomaten berichten.
Unter den Inhaftierten befinden sich auch europäische Staatsbürger. Laut irakischen Angaben droht ihnen teilweise die Todesstrafe. Die EU lehnt diese «jederzeit und unter allen Umständen als grausame und unmenschliche Strafe ab», erklärte die Kommission.
EU-Diplomaten verabschiedeten zudem ein Strategiepapier zur Terrorismusbekämpfung in Syrien und Irak. Es sieht eine verstärkte Zusammenarbeit mit regionalen Partnern wie Jordanien, Ägypten und der Türkei vor, um Netzwerke des IS zu zerschlagen.