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Europa importiert seit Anfang Jahr mehr russisches Flüssigerdgas

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Russlands Exporte von Flüssigerdgas nach Europa sind in den ersten Monaten des Jahres 2026 deutlich gestiegen. Wie Reuters unter Berufung auf vorläufige Daten des Londoner Datenkonzerns LSEG berichtet, erhöhten sich die russischen LNG-Lieferungen in die EU von Januar bis April um 20,8 Prozent auf 6,4 Millionen Tonnen. Insgesamt stiegen die russischen LNG-Exporte im selben Zeitraum um 8,6 Prozent auf 11,4 Millionen Tonnen.

DAVID HECKER / POOL / KEYSTONE
Das FSRU-Schiff Hoegh Esperanza am LNG-Terminal Wilhelmshaven (Symbolbild)
DAVID HECKER / POOL / KEYSTONE

Eine wichtige Rolle spielt dabei das Projekt Arctic LNG 2 des privaten russischen Gasexporteurs Novatek. Das Vorhaben steht seit längerem unter US-Sanktionen. Dennoch gelang es Russland zuletzt, zusätzliche Mengen auf den Weltmarkt zu bringen, vor allem nach Asien.

Während Arctic LNG 2 seine Lieferungen ausweitete, gingen die Exporte aus dem ebenfalls mehrheitlich Novatek gehörenden Projekt Yamal LNG leicht zurück. Ein erheblicher Teil der europäischen LNG-Importe aus Russland wird weiterhin über Yamal LNG abgewickelt. Dazu zählen auch Lieferungen an den deutschen Energieimporteur Sefe, die frühere Gazprom Germania. Gleichzeitig steigerte das von Gazprom kontrollierte Projekt Sachalin 2 seine Exporte leicht.

Auch im April legten die russischen LNG-Ausfuhren weiter zu. Die Exporte stiegen in diesem Monat um 13,2 Prozent auf 2,92 Millionen Tonnen. Die Europäische Union bereitet derzeit den Ausstieg aus russischem Gas vor. Die Mitgliedstaaten hatten im Januar ein Importverbot bis spätestens 2027 beschlossen.

Mehrere EU-Länder greifen dennoch weiterhin auf russisches Flüssiggas zurück. Besonders stark stiegen zuletzt die Importe in Spanien. Laut einem Bericht der Berliner Zeitung nahmen die LNG-Terminals in Bilbao und Sagunto im März wieder deutlich grössere Mengen russischen Gases auf. Die Importe erhöhten sich demnach gegenüber dem Vormonat um 124 Prozent.

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