Die Zahl der Asylanträge in Deutschland ist im ersten Quartal 2026 deutlich gesunken. Laut einem Bericht der EU-Kommission, aus dem die Welt am Sonntag zitiert, gingen die Anträge um 23 Prozent auf 28.922 zurück. Damit fällt Deutschland erstmals seit 2015 auf den vierten Platz in Europa.
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An der Spitze liegt nun Frankreich mit 34.643 Asylanträgen, gefolgt von Spanien mit 32.630 und Italien mit 32.602. EU-weit sowie in Norwegen und der Schweiz wurden insgesamt 173.082 Anträge registriert, ein Rückgang von 18 Prozent. Die meisten Antragsteller stammen aus Venezuela, Afghanistan und Bangladesch.
Auffällig ist der starke Rückgang bei bestimmten Herkunftsländern. Die Zahl der Asylanträge von Syrern sank um 63 Prozent auf 5556, jene von Ukrainern um 57 Prozent auf 4073. Gleichzeitig stellen Afghanen mit 38 Prozent den grössten Anteil der Antragsteller, während Syrer nur noch 9 Prozent ausmachen.
Trotz derzeit rückläufiger Zahlen müsse die Lage angesichts internationaler Konflikte weiter genau beobachtet werden, sagt die EU-Kommission. So seien im Libanon über eine Million Menschen vertrieben worden, während im Iran bis zu 3,2 Millionen Menschen auf der Flucht seien.