Die frühere deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Arbeit der Bundesregierung aus Union und SPD gegen vorschnelle Kritik verteidigt. «Jeder Bürger sollte mit Mass und Mitte versuchen, das, was die Regierung schon geschafft hat, zu ermessen», sagte die CDU-Politikerin dem Magazin Focus.
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Merkel betonte, die Regierung arbeite unter schwierigen internationalen Bedingungen. Mit Blick auf die Kriege in der Ukraine und im Iran sprach sie von «grossen Herausforderungen». Zugleich erklärte sie: «Es ist ja nicht so, dass da gar nichts passiert ist.» Laut der früheren Kanzlerin sind sich «alle Beteiligten der unglaublichen Verantwortung bewusst».
In dem Interview verteidigte Merkel zudem ihre frühere Finanzpolitik und die Einführung der Schuldenbremse. Während der Finanzkrise 2008 habe Deutschland hohe Schulden aufnehmen müssen. Danach seien solide Haushalte notwendig gewesen. «Für die damalige Zeit» sei die Schuldenbremse «das Richtige gewesen», sagte Merkel. Nur deshalb könne Deutschland heute umfangreiche Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung finanzieren.
Auch zum Umgang mit US-Präsident Donald Trump äusserte sich die Altkanzlerin. Man müsse Gemeinsamkeiten suchen und zugleich «angstfrei auftreten». Ihre eigene Strategie habe darin bestanden, weder besonders gefallen noch provozieren zu wollen. Zugleich warnte Merkel davor, die Macht grosser Staats- und Regierungschefs zu unterschätzen.