Die jüngsten US-Militärschläge gegen iranische Atomanlagen haben laut einer ersten Einschätzung des Pentagon nicht den erhofften Schaden verursacht. Wie CNN berichtet, geht die Defense Intelligence Agency davon aus, dass zentrale Komponenten des iranischen Atomprogramms unversehrt geblieben sind. Die Uranvorräte seien nicht zerstört, die Zentrifugen weitgehend intakt. Der Angriff habe das Programm womöglich nur um einige Monate verzögert.
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Diese Bewertung widerspricht deutlich den öffentlichen Aussagen von Präsident Donald Trump, der die Operation als «eine der erfolgreichsten Militäraktionen der Geschichte» bezeichnet hatte. Auch Verteidigungsminister Pete Hegseth sprach von einer «vollständigen Vernichtung» iranischer Nuklearkapazitäten. Das Weisse Haus weist die Einschätzung des Geheimdienstes als «völlig falsch» zurück und wirft den Informanten vor, Präsident Trump schaden zu wollen.
Tatsächlich richteten die US-Angriffe vor allem Schaden an oberirdischen Gebäuden an den Standorten Fordo, Natanz und Isfahan an. Unterirdische Anlagen und das angereicherte Uran blieben offenbar weitgehend verschont. Nach Israels Einschätzung wurde das iranische Atomprogramm durch die kombinierten Angriffe um bis zu zwei Jahre zurückgeworfen – sofern es nicht wieder aufgebaut wird. US-Geheimdienste vermuten zudem, dass unentdeckte geheime Atomanlagen weiterhin in Betrieb sind.