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Erster Schritt eines Grossaustauschs: Russland und Ukraine beginnen Freilassung von je 1000 Kriegsgefangenen

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Erster Schritt eines Grossaustauschs: Russland und Ukraine beginnen Freilassung von je 1000 Kriegsgefangenen
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Russland und die Ukraine haben mit einem grossangelegten Gefangenenaustausch begonnen. Nach Angaben aus Moskau und Kiew wurden im ersten Schritt jeweils 205 Kriegsgefangene freigelassen. Insgesamt sollen in den kommenden Tagen je 1000 Gefangene pro Seite ausgetauscht werden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Beginn der Aktion auf X. «Wir werden weiter um jeden kämpfen, der noch in Gefangenschaft ist.»

AP/Keystone
Ukrainische Soldaten nach einem Gefangenenaustausch in der Region Tschernihiw
AP/Keystone

Der Austausch war Teil der Vereinbarung über eine dreitägige Waffenruhe vom 9. bis 11. Mai, die laut russischen Angaben von US-Präsident Donald Trump vermittelt worden war. Die Feuerpause fiel mit den russischen Feierlichkeiten zum Weltkriegsgedenken am 9. Mai zusammen.

Die freigelassenen russischen Soldaten wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums zunächst nach Belarus gebracht. Moskau dankte den Vereinigten Arabischen Emiraten für ihre Vermittlungsrolle bei dem Austausch. Auch frühere Gefangenenaustausche zwischen beiden Kriegsparteien waren meist über Belarus abgewickelt worden.

In den mehr als vier Jahren Krieg haben Russland und die Ukraine bereits mehrfach Gefangene ausgetauscht. Grössere Aktionen erfolgen dabei oft in mehreren Etappen, weil der Transport und die Registrierung der Soldaten logistisch aufwendig sind.

Russische Staatsmedien berichteten zudem, dass parallel auch tote Soldaten übergeben werden sollen. Demnach will Moskau 526 ukrainische Leichen zurückgeben und im Gegenzug 41 tote russische Soldaten erhalten. Eine offizielle Bestätigung aus Kiew dazu lag zunächst nicht vor.

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