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Energiewender jubeln, Konsumenten blechen: «Hellbrise» über Ostern sorgte in Deutschland für massiven Stromüberschuss und Negativpreise

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Energiewender jubeln, Konsumenten blechen: «Hellbrise» über Ostern sorgte in Deutschland für massiven Stromüberschuss und Negativpreise
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Aus rot-grüner Perspektive war es eine freudige Osterbotschaft: Die Wind- und Solaranlagen deckten gemäss gemäss dem renommierten Fraunhofer-Institut am 5. und 6. April bis zu 175 Prozent des deutschen Strombedarfs. Die deutschen Konsumenten dagegen haben keinen Grund, zu lachen. Das Osterwunder dürfte gemäss dem bekannten Energiefachmann Stefan Spiegelperger Verbraucher und Steuerzahler allein am Sonntag 133 Millionen Euro gekostet haben.

Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved
Windräder im Solarpark Klettwitz in Deutschland (Symbolbild)
Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved

Das Phänomen ist bekannt: Eine sogenannte Hellbrise sorgte für ein Hochschnellen der Wind- und Solarproduktion, während die Nachfrage an Feiertagen sinkt. Weil sich Angebot und Nachfrage beim Strom immer die Waage halten müssen (sonst droht der Blackout), sanken die Strompreise zeitweise auf minus 32 Cent pro Kilowattstunde. Konkret: Die Deutschen zahlten dafür, dass jemand ihnen den hochsubventionierten Überfluss abnahm – seien dies ausländische Netzbetreiber, die den Strom verwenden, oder inländische Grosskunden, die ihn vernichten.

Ein Teil des Überschusses wird an der Quelle abgeriegelt. Wind- und teilweise auch Solaranlagen können gedrosselt oder vom Netz geworfen werden. Teile der konventionellen Reaktoren müssen auf der anderen Seite in Reserve weiterlaufen, zumal ihre Schwungmasse für die Regelung von Frequenz und Blindleistung (siehe Blackout in Spanien) unverzichtbar ist. Und das alles kostet.

Den Erzeugern von Wind- und Solarenergie kann das egal sein. Sie kriegen, mit Ausnahmen, in der Regel einen staatlich garantierten Tarif, egal, ob ihr Strom gebraucht wird oder nicht. Über das sogenannte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) subventionierte der deutsche Steuerzahler 2025 die Wind- und Solarproduktion mit 16,5 Milliarden Euro. Dazu kommen Kosten für die Sicherung der Netzstabilität (Redispatch), die mit der Zunahme der Erneuerbaren über ein Jahrzehnt von 188 Millionen Euro (2014) auf 3,1 Milliarden Euro (2025) exponentiell gestiegen sind.

Und all diesen Subventionen zum Trotz zahlen die deutschen Haushalte mit 38 ct/kWh die höchsten Strompreise Europas. Die atomaren Franzosen bezahlen bei markant tieferen Subventionen lediglich 27 ct/kWh. Frankreichs CO2-Ausstoss pro Kopf/Jahr beläuft sich derweil auf rund 4,1 Tonnen, im grünen Deutschland sind es 7,2 Tonnen. Irgendwas scheint faul zu sein am österlichen deutschen Solar- und Windwunder.

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