Der japanische Autobauer Honda hat erstmals seit seinem Börsengang 1957 einen Jahresverlust verbucht. Für das Geschäftsjahr bis Ende März weist das Unternehmen ein Minus von 2,7 Milliarden Dollar aus. Dies teilte der Konzern am Donnerstag mit.
Hauptgrund sind umfangreiche Abschreibungen und Umbaukosten im Zusammenhang mit der Elektrostrategie. Insgesamt belasteten diese die Bilanz mit mehr als 9 Milliarden Dollar. Honda hatte in den vergangenen Jahren stark in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen investiert.
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Nach Angaben des Unternehmens blieb die Nachfrage hinter den Erwartungen zurück. Insbesondere in den USA, einem der wichtigsten Märkte, gingen die Verkäufe von Elektroautos zuletzt zurück. Gründe sind unter anderem hohe Anschaffungskosten, eine teilweise unzureichende Ladeinfrastruktur sowie gekürzte staatliche Förderprogramme.
Honda reagiert nun mit Anpassungen seiner Strategie. Mehrere geplante Elektromodelle für Nordamerika wurden gestrichen oder verschoben. Betroffen sind auch Projekte in Zusammenarbeit mit Partnern wie General Motors und Sony.
Der Konzern hatte ursprünglich angekündigt, bis 2040 vollständig auf elektrische und wasserstoffbasierte Antriebe umzustellen. Angesichts der aktuellen Entwicklung überprüfen auch andere Hersteller ihre Investitionen in die Elektromobilität.