Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Einbürgerungen in Deutschland erreichen neuen Rekordwert

Anhören ( 1 min )
Einbürgerungen in Deutschland erreichen neuen Rekordwert
Einbürgerungen in Deutschland erreichen neuen Rekordwert
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die Zahl der Einbürgerungen in Deutschland hat 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Wie die Welt am Sonntag berichtet, erhielten allein in 14 Bundesländern mindestens 309'852 Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft. Damit wurde der bisherige bundesweite Rekord von 291'955 Einbürgerungen aus dem Jahr 2024 bereits übertroffen. Für Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt liegen bislang noch keine Zahlen vor.

FERNANDO GUTIERREZ-JUAREZ / KEYSTONE
Einbürgerungsurkunde und deutscher Reisepass (Symbolbild)
FERNANDO GUTIERREZ-JUAREZ / KEYSTONE

Nach Einschätzung vieler Behörden hängt der starke Anstieg vor allem mit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts durch die frühere Ampel-Regierung zusammen. Seit der Gesetzesänderung sind Einbürgerungen bereits nach fünf statt nach acht Jahren möglich. Zudem wird die doppelte Staatsbürgerschaft grundsätzlich akzeptiert, sofern weitere Voraussetzungen wie die eigenständige Sicherung des Lebensunterhalts erfüllt sind.

Mehrere Bundesländer meldeten deutliche Zuwächse. In Berlin wurden mit 39'034 Personen fast doppelt so viele Menschen eingebürgert wie im Vorjahr. Brandenburg verzeichnete mit 4695 Einbürgerungen einen Anstieg um 25 Prozent. Wichtigstes Herkunftsland blieb in vielen Regionen Syrien. Gleichzeitig stieg auch die Zahl eingebürgerter türkischer und russischer Staatsangehöriger. In Nordrhein-Westfalen erhielten laut dem Bericht 3841 Russen die deutsche Staatsbürgerschaft, ein Plus von 67,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Politologe Dmitri Stratievski erklärte der Zeitung, unter den russischen Antragstellern gebe es unterschiedliche Motive. Einige wollten sich wegen der politischen Lage von Russland lösen, andere liessen sich nach langjährigem Aufenthalt einbürgern, behielten jedoch ihren russischen Pass aus privaten Gründen.

Mehrere Behörden rechnen zudem mit einem weiteren Anstieg der Anträge ab 2027. Dann könnten viele ukrainische Flüchtlinge erstmals die notwendige Aufenthaltsdauer von fünf Jahren erreichen. Kommunen erwarten deshalb einen neuen Einbürgerungsschub. Zugleich weisen einige Behörden darauf hin, dass aus dem bisherigen Schutzstatus für Ukrainer kein automatischer Anspruch auf eine Einbürgerung entsteht.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 02.06.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.