Wunder über Wunder! Monatelang blockierte die Ukraine den Zugang zur angeblich bei einem russischen Angriff beschädigten Druschba-Pipeline, über die Öl aus Russland nach Ungarn und in die Slowakei geflossen war. In Budapest und Bratislava vermutete man, dass Kiew so die ungarischen Wahlen beeinflussen wollte.
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Wohl nicht zu Unrecht. Kaum wurde Orbán abgewählt, war die Pipeline über Nacht wieder heil. Fliessen soll nun nicht nur Öl, sondern auch Kohle: Der von Ungarn blockierte 90-Milliarden-Euro-Kredit, der den Kriegsstaat vor der Pleite retten soll, harrt der Freigabe.
Ein Schuft, wer Böses dabei denkt. Wunder geschehen schliesslich immer wieder. Auch die Selbstreparatur einer Pipeline.
Ganz sicher ist die Sache freilich nicht. Die Slowakei will erst zustimmen, wenn tatsächlich der erste Tropfen Öl ankommt.
Auch dann könnte der Strom rasch wieder versiegen. Denn die Ukraine hat nach eigenen Angaben auf russischem Territorium eine Pumpstation der Druschba-Pipeline angegriffen.
Im Krieg ist das ein legitimes Ziel. Aber muss die EU einen Staat auch noch mit Milliarden Steuer-Euros seiner Bürger alimentieren, der diesen Bürgern vorsätzlich schadet?