SRF-Moderator Pascal Schmitz, der das gefälschte Covid-Zertifikat des Eishockey-Nationaltrainers Patrick Fischer «enthüllte», gerät wegen früherer Social-Media-Äusserungen unter Druck. Die Weltwoche macht in der aktuellen Ausgabe gleich mehrere derbe und beleidigende, teils mutmasslich justiziable Zitate publik.
Im Zentrum stehen frühere Facebook-Kommentare des heutigen Reporters. So beschimpfte er nach einem verlorenen Spiel der Schweiz gegen Chile an der Fussball-WM 2010 einen Schiedsrichter mit den Worten: «Dieser gelbe arabische Hurensohn. Verdammt noch mal.» Oder auch: «Der soll doch bitte in Zukunft Kamelrennen pfeifen. Arschloch.» In einem anderen Beitrag schrieb er vor einem Eishockey-Spiel: «Jetzt müssen wir die Deutschen in den Arsch ficken.» Auch gegenüber einzelnen Nutzern fiel der Ton scharf aus: «Ich arbeite immer noch an meinem Oxford-Akzent, Arschloch.»
Copyright: SRF/Gian Vaitl
Weitere Zitate zeigen einen Hang zu Provokation und Grenzüberschreitung. Auch über den früheren SRG-Chef Roger de Weck spottete Schmitz mit einer Aussage, die heute unter Begriffe wie «Body Shaming» fällt. Auch nationalistisch gefärbte Seitenhiebe («wenn die Österreicher richtig Kacke sind») sowie anzügliche Bemerkungen («Frölein? Stange!») sind dokumentiert.
Die Äusserungen wurden inzwischen gelöscht, liegen der Weltwoche jedoch weiterhin vor. Sie lesen sie in der aktuellen Ausgabe der Weltwoche.