Können wir endlich mit dem Kindergarten aufhören? «Ich mische mich nicht in die ungarische Wahlen ein, du mischst dich ein.»
Alle mischen sich ein – die EU, die USA, Russland, die Ukraine. Was nur zeigt, was auf dem Spiel steht.
Kurz vor dem Wahltag hat Brüssel noch eine Granate gezündet – und kommt sich wohl besonders schlau vor. Der für Migration zuständige EU-Kommissar Magnus Brunner verriet der Financial Times, wer der «grösste Antreiber» der Flüchtlingsströme ist.
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Putin natürlich: «Es ist immer Wladimir Putin.» Er habe in Syrien interveniert. Er habe den Krieg in der Ukraine losgetreten. Immer Putin.
Brunner vergass zu erwähnen, dass der Höhepunkt der syrischen Flüchtlingswelle erreicht war, bevor Moskau Syrien militärisch unterstützte. Dass der Krieg der Nato 2011 in Libyen den Türsteher für afrikanische Migranten beiseiteräumte. Dass die Türkei die EU mit Migrantenströmen erpresste. Dass Europa Ukrainer mit verführerischen Angeboten anlockt. Dass Migranten auch aus Afghanistan, dem Irak, Bangladesch, der Türkei und Venezuela ins gelobte Euro-Land strömen.
Schon erstaunlich, wo Putin überall die Finger drin hat.
Aber um Fakten geht es der EU nicht. Adressat der Räuberpistole ist der ungarische Wähler. Er soll glauben, dass ihr vermeintlicher Migranten-Schreck Viktor Orbán in Wirklichkeit mit dem Migrantentreiber Putin unter einer Decke steckt.
Das Schlimmste daran sind nicht die Lügen. Das Schlimmste ist, für wie dumm die EU-Kommission die ungarischen Wähler hält. Am Sonntag können diese Brüssel eines Besseren belehren.